Wucher? Fleischer verlangt Geld fürs Aufschneiden der Semmeln

Darf man Geld für das Aufschneiden einer Leberkäsesemmel berechnen oder nicht?
Darf man Geld für das Aufschneiden einer Leberkäsesemmel berechnen oder nicht?  © dpa (Symbolbild)

Krems - Eine Leberkäsesemmel ist für viele der ideale Mittagssnack. In der bayrischen und österreichischen Region gehört das Vernaschen eines Brötchen mit einer Scheibe Fleischkäse sogar zum guten Ton. Eine Kundin staunte jetzt jedoch, dass ihr für das Aufschneiden der Semmel ein Extrapreis berechnet wurden.

Denn bevor die Dame in ihre herzhafte Wurstsemmel biss, warf sie einen Blick auf den Kassenzettel und entdeckte dort den Zusatz: "Semmel aufgeschnitten", für den zehn Extra-Cent berechnet wurden.

Eigentlich hätte das Brötchen ohne Inhalt gerade mal 40 Cent gekostet, da es von der Fachfleischerei noch aufgeschnitten wurde, fielen Kosten von 50 Cent an.

Nun rätselt ein ganzes Land, ob diese 10 zusätzlichen Cent zurecht verlangt wurden. Ja, findet der Besitzer der betreffenden Fleischerei Winkler-Langgartner: "Das ist völlig gerechtfertigt. Wir verrechnen das seit Jahren. Bisher hat sich niemand darüber aufgeregt", so Florian Winkler gegenüber dem Kurier.

Ein anderer Fleischer kann nicht verstehen, wieso hier weitere Kosten anfallen. Bei ihm kostet die Semmel jedesmal 40 Cent. Dies sei damit vergleichbar, dass auch Leitungswasser in vielen Lokalen und Restaurant kostenlos ausgeschenkt werde.

Ein Verbraucherschützer meint, dass beide Positionen ihre Richtigkeit haben. Extrakosten dürften anfallen. "Allerdings muss der Kunde vor dem Kauf darüber informiert werden. Es reicht nicht, wenn der Preis auf der Rechnung steht. Kommt der Fleischer dieser Verpflichtung nicht nach, widerspricht das der Preisauszeichnung", wird Stefan Göweil von der AK (Arbeiterkammer) auf Kurier.at zitiert.

Ob diese Zusatzkosten allen Kunden schmecken?


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