Tierretter geben Hunde an Rentnerin, die fast alle Tiere sterben lässt

Krems an der Donau (Österreich) - Vermeintliche Tierretter haben eine Hündin aus dem Ausland nach Österreich überführt und diese an eine Frau gegeben, der schon öfter Tiere entzogen worden.

Mamma Mia und ein Welpe überlebten.
Mamma Mia und ein Welpe überlebten.  © Screenshot/Facebook/Tierheim Krems

Die Hündin, Mamma Mia, soll laut dem Tierheim Krems damals beschlagnahmt und danach an Tierretter übergeben worden sein.

Die Tierschützer sollen daraufhin ein neues Zuhause für die Hündin gesucht haben, wohl wissend, dass sie trächtig ist.

Sie fanden daraufhin eine Frau, die scheinbar vertrauenswürdig zu sein schien. So erhielt sie die Hündin und sollte dafür sorgen, dass es dem Tier besser als in der Vergangenheit ergeht.

Doch die Retter irrten sich fatal. Der Rentnerin wurden schon mehrfach Tiere abgenommen, "Animal Hoarding", also die krankhafte Sucht, Tiere halten zu müssen, und nicht zumutbare Zustände in der Haltung sollen die Gründe laut dem Tierheim sein.

Von der Frau hörte man dann einige Zeit nichts. Dann wurde sie kurzerhand von Tierschützern aufgesucht und kontrolliert. Dabei wurde Erschreckendes festgestellt.

Fast alle Welpen tot

Von acht geborenen Welpen überlebte nur einer. Auch Mamma Mia ging es vergleichsweise gut.

Doch um herauszufinden, weshalb gleich sieben kleine Hunde starben, wurde eine Obduktion an drei Welpen vorgenommen. Als ein Veterinär die drei toten Babys aufschnitt, stellte er fest, dass sie verhungert waren.

Die Hündin Mamma Mia und den Welpen hat das Tierheim Krems zu einer Tierärztin nach Ternitz gebracht. Diese betreibt nämlich auch eine Tierpension und konnte sich so ausgiebig um die zwei Hunde kümmern.

Auch wenn jetzt Besserung in Sicht schien, konnte die Ärztin noch keine Entwarnung geben. Der Welpe konnte nämlich keinen Kot absetzen. Drei Tage soll deshalb die Tierärztin versucht haben, den Stoffwechsel des Vierbeiners anzuregen, aber alles war vergeblich.

Es soll sogar schon eine Missbildung des Darms in Erwägung gezogen worden sein. Doch nach einiger Zeit erhielt das Tierheim Krems den erlösenden Anruf, wie sie auf Facebook schrieben. "Der Kleine hat Kot abgesetzt", freuen sich die Betreiber des Tierheims.

Der Hundewelpe ist somit gesund und entwickelt sich jetzt prächtig. Da er so viel trinkt, soll er den Namen "der dicke Thomas" bekommen haben.

Sobald es Mamma Mia und dem dicken Thomas besser geht und sie sich vollständig von dieser Tortur erholt haben, können sie adoptiert werden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Tierheim Krems

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