Hier gibt es Falschgeld als Souvenir zu kaufen

Vorne die Burg Kriebstein und damit ein Stück Heimat, hinten die Wahrzeichen Europas. Die falschen "Nuller" haben trotzdem alle notwendigen Sicherheitsmerkmale.
Vorne die Burg Kriebstein und damit ein Stück Heimat, hinten die Wahrzeichen Europas. Die falschen "Nuller" haben trotzdem alle notwendigen Sicherheitsmerkmale.  © Uwe Meinhold

Kriebstein - Zwei Euro bezahlen und Null Euro erhalten? Selbst jeder Mathe-Depp erkennt, dass das wohl ein mieser Deal sein muss. Trotzdem stürmen derzeit hunderte Souvenir-Jäger die Burg Kriebstein, um genau solch ein Geschäft zu tätigen. Hier gibt es echtes Falschgeld mit der Silhouette der Ritterburg - auf einem Null-Euro-Schein.

Der falsche "Nuller" hat alles, was ein echter Euro-Schein benötigt: Wasserzeichen, Kupferstreifen, Hologramm, unter UV-Licht sichtbare Tinte und eine individuelle Seriennummer.

Der entscheidende Vorteil gegenüber dem echten Geld: Man hat ein Stück Heimat im Portmonee.

Zehntausend Scheine ließ die Burg in limitierter Auflage für den Museumsshop produzieren.

Die neue Burgchefin Susanne Tiesler (36) ist begeistert von dem Souvinier - es wird ihr förmlich aus den Händen gerissen.
Die neue Burgchefin Susanne Tiesler (36) ist begeistert von dem Souvinier - es wird ihr förmlich aus den Händen gerissen.  © Uwe Meinhold

Seit voriger Woche werden sie verkauft und gehen weg wie geschnitten Brot.

Burg-Chefin Susanne Tiesler (36): "Es gab für 4000 Scheine Vorbestellungen und täglich werden mehr als 100 in der Burg verkauft. Einige Leute kommen nur deshalb hier her."

Die Idee mit den Null-Euro-Scheinen als Souvenir entstand 2015 in Frankreich und setzt sich derzeit in den Touristenzentren durch. Nach Schloß Moritzburg ist Kriebstein die zweite Sehenswürdigkeit Sachsens, die es aufs echte Falschgeld geschafft hat.

Weil es inzwischen genügend Sammler gibt, kann der Verkaufswert von zwei Euro eines Tages durchaus übertroffen werden...


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