Bauer prügelt Drohnen-Opa in Klinik: Jetzt bekam er dafür die Quittung

Freital/Dippoldiswalde - Bizarrer Luftkrieg in Freital-Pesterwitz. Thomas R. (47) ärgerte sich so über eine Drohne, dass er das Flugobjekt nicht nur zerstörte.

Bekam die Quittung für seinen heftigen Ausraster: Landwirt Thomas R. (47) wurde zu 17 Monaten Haft verurteilt.
Bekam die Quittung für seinen heftigen Ausraster: Landwirt Thomas R. (47) wurde zu 17 Monaten Haft verurteilt.  © Peter Schulze

Er verletzte auch noch deren Besitzer Horst G. (71). Jetzt kassierte der Landwirt die Quittung beim zuständigen Amtsgericht in Dippoldiswalde.

Januar 2018 auf den Wiesen am Almabach: "Wohl zum 100. Mal", ließ Horst G. dort das Gerät fliegen. "An die Fernbedienung hatte ich ein Pad geklemmt, weil ich so kontrollieren wollte, ob das letzte Update funktioniert hat."

In der Nähe, hinter Bäumen beräumte Thomas R. Sturmschäden. "Plötzlich hatte ich über mir eine Drohne, die auch noch Richtung meines Grundstückes flog", ließ er über seine Anwältin wissen. Er habe den Drohnen-Besitzer zur Rede stellen wollen, sei aber vom Senior mit einem Stock angegriffen worden. Er habe ihm das Pad entrissen, weil er nicht wollte, dass sein Grundstück gefilmt wird. Das Tablet hätte er in einem Tümpel "entsorgt".

Dagegen das Opfer: "Plötzlich kam der Mann aggressiv auf mich zu. Ich solle den 'Scheiß' hergeben. Er riss mir die Bedienung aus der Hand." Prompt zerschellte die Drohne an einer Pappel.

Auf dieser Pesterwitzer Wiese (bei Freital) brachte der rabiate Landwirt die Drohne zum Absturz, das Steuertablet versenkte er in einem Teich.
Auf dieser Pesterwitzer Wiese (bei Freital) brachte der rabiate Landwirt die Drohne zum Absturz, das Steuertablet versenkte er in einem Teich.  © Peter Schulze

Und weiter: "Über Bäume oder Grundstücke wäre ich nie geflogen. Das war doch viel zu weit weg. Und Bilder zu machen, war mir viel zu kompliziert." Tatsächlich war laut Polizei die Speicherkarte in der integrierten Kamera acht Wochen zuvor zum letzten Mal benutzt worden ...

Beim Gerangel um die Technik wurde der Senior geschubst und stürzte. "Dann hielt der Mann das Pad wie eine Beute hoch, lief davon und rief, ich kann es mir ja später bei ihm wieder abholen." Der Rentner schleppte sich mit blutender Wunde am Kopf und gebrochener Hand heim, wurde noch am selben Tag an der Hand operiert, die Platzwunde am Kopf wurde genäht.

Die Richterin glaubte ihm: "Der Zeuge war sehr glaubwürdig", so die Juristin. Sie verurteilte den vorbestraften Thomas R. zu 17 Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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