"Kriegsschauplatz" Kreisliga: Schlägerei führt zu Spielabbruch

Die Polizei nahm mehrere Anzeigen nach dem Spiel auf. (Symbolbild)
Die Polizei nahm mehrere Anzeigen nach dem Spiel auf. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Königs Wusterhausen - Wieder eskaliert ein Spiel der Amateure: In der Partie zwischen Eintracht Königs Wusterhausen II und Frankonia Wernsdorf fliegen nicht nur Bälle, sondern auch Fäuste, wie Sportbuzzer berichtet.

In der 82. Minute kommt es zur Schlägerei mitten auf dem Spielfeld. Die Gäste aus Wernsdorf führen 3:1, daraufhin legen sich drei Eintracht-Spieler mit den Wernsdorfer an. Das Resultat: drei Platzverweise und Spielabbruch. Die Polizei muss anrücken und die Streithähne auseinanderbringen.

"Das war nicht normales Schlagen, das waren Faustschläge. Ganz unten hat unser 18-Jähriger gelegen. Hätte der einen Schlag abbekommen, der wäre nicht mehr aufgestanden", äußerte sich der 39-jährige Trainer von Frankonia, Rene Räck.

"Meine Spieler haben gar nicht die Möglichkeit gehabt, sich zu wehren. Die drei Brüder sind angeblich Kampfsportler", so der Trainer.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Der Wernsdorfer Torhüter erlitt eine blutende Wunde unter dem Auge.
Der Wernsdorfer Torhüter erlitt eine blutende Wunde unter dem Auge.

Vorangegangen war ein Foulspiel an einen Wernsdorfer, der daraufhin an der Eckfahne einen Krampf bekam und dabei versehentlich einen Eintracht-Spieler traf. "Der war gleich auf 180", schildert Räck.

Der Torhüter im Kasten von Frankonia wollte dazwischen gehen und schlichten. "Der hat sich gleich eine eingefangen. Es sind drei Brüder gewesen. Auch von uns kamen zwei, drei Spieler dazu, auf die wurde eingedroschen", so der 39-Jährige.

Eintracht Trainer Andreas Schröder sah den Hergang allerdings anders: "Unser Spieler hat ein Foul begangen und der Wernsdorfer hat nachgehakelt. Dann sind sie aneinandergeraten und der Wernsdorfer hat meinem Spieler eine Kopfnuss gegeben."

Ein Wernsdorfer Spieler wurde offenbar ins Gesicht geschlagen.
Ein Wernsdorfer Spieler wurde offenbar ins Gesicht geschlagen.

Dass der Torwart von Wernsdorf dazu stieß, bestätigte Schröder. Allerdings wollten die beiden Brüder ihrem involvierten Familienmitglied zur Hilfe kommen.

"Dass unsere Spieler nur als Täter dargestellt werden, ist nicht gerade richtig. Die Wernsdorfer haben auch provoziert", sagte der Eintracht-Trainer zu Sportbuzzer. "Sowas gehört nicht auf den Fußballplatz."

"Wir sind alles erwachsene Spieler, wir sollten Vorbild für die Jugendlichen sein", unterstreicht Rene Räck, der das Spiel bis zu 82. Minute in höchsten Tönen lobte.

Beide Mannschaften bezogen Stellung zu den Vorkommnissen. Der eine gibt dem anderen die Schuld. Am Ende muss die Polizei prüfen, wer nun verantwortlich ist. Anzeigen wurden auch einige geschrieben.


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