"Kriminalreport" abgesetzt: Judith Rakers verliert gegen Aktenzeichen xy... ungelöst

Hamburg – Wie die ARD bekanntgegeben hat, wird das Fahndungs- und Präventionsmagazin "Kriminalreport", das die ARD mit Judith Rakers als Moderatorin erst im August 2018 einführte, wieder abgesetzt.

Im "Kriminalreport" widmet sich Moderatorin Judith Rakers den Themen Sicherheit, Kriminalität und Prävention.
Im "Kriminalreport" widmet sich Moderatorin Judith Rakers den Themen Sicherheit, Kriminalität und Prävention.  © Screenshot / ARD Mediathek / Kriminal Report vom 0

So hat "Das Erste" sich den Montagabend sicher nicht vorgestellt: Der neue “Kriminalreport” mit Judith Rakers konnte seit seiner Premiere vor knapp 6 Monaten quotentechnisch nicht wirklich überzeugen.

Für das neue Format interessierten sich, laut dem Onlineportal Meedia, schon beim Ausstrahlungsbeginn im August letzten Jahres "nur" etwa 2,41 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag damit bei 8,4%, obwohl die Sendung mit Tagesschausprecherin Rakers mit einem recht prominenten Gesicht besetzt ist.

Zum Vergleich: “Aktenzeichen XY” kam in der eine Woche davor auf 4,39 Millionen Zuschauer und einen doppelt so hohen Marktanteil.

Ein herber Rückschlag für die ARD gegenüber dem ZDF, denn während das ZDF mit dem Fahndungs-Klassiker "Aktenzeichen XY... ungelöst" stets hervorragende Quoten bei Jung und Alt einfährt, fand der "Kriminalreport" im Ersten kaum Anklang.

Und so ist das Sendungsformat, das sich um den Themenbereich Sicherheit, Kriminalität und Prävention dreht, bereits schon wieder Geschichte.

Die Moderatorin Judith Rakers spricht auf einer Bühne zu ernsten Themen.
Die Moderatorin Judith Rakers spricht auf einer Bühne zu ernsten Themen.  © DPA

Der Vorstoß der ARD dem ZDF mit der True-Crime-Live-Show Konkurrenz zu machen, ging also eindeutig nach hinten los.

Den Vorwurf, einen Abklatsch des ZDF-Klassikers "Aktenzeichen XY... ungelöst" zu produzieren, wiesen die Macher laut dem Medienmagazin DWDL zwar stets weit von sich. Vielmehr wurde erklärt, dass der "Kriminalreport" auf mehreren ebenso benannten Fahndungssendungen basiere, die es schon lange in den Dritten Fernsehprogrammen gebe und die dort auch immer erfolgreich gewesen seien.

Dass die Ratgebersendung „Kriminalreport“ mit Judith Rakers die Quotenerwartungen nicht erfüllt hat und deswegen keine weiteren Folgen produziert würden, bestätigte ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber der "Goldenen Kamera".

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