Kristina Vogel fühlt sich bereit für Leben im Rollstuhl, aber träumt noch vom Laufen

Erfurt - Im Juni 2018 wurde Kristina Vogel in einen schweren Trainingsunfall verwickelt, sitzt seitdem im Rollstuhl und musste ihre sportliche Karriere beenden. Doch bedrücken lässt sich die Olympiasiegerin im Bahnrad davon nicht.

Kristina Vogel sitzt seit ihrem schweren Trainingsunfall im Juni 2018 im Rollstuhl.
Kristina Vogel sitzt seit ihrem schweren Trainingsunfall im Juni 2018 im Rollstuhl.  © Bridgestone Deutschland GmbH

2020 finden in Tokio die nächsten Olympischen Spiele statt, Vogel war als sichere Medaillen-Kandidatin gehandelt worden, nach ihrem Unfall wird sie die Spiele nun von der Seitenlinie verfolgen.

"Natürlich hätte ich gern noch zwei, drei Siege gefeiert, aber irgendwann hätte ich sowieso aufgehört. Jetzt eben früher als geplant. Aber ich habe nicht das Gefühl, etwas zu verpassen, weil ich wahrscheinlich trotzdem nach Tokio fahren und an den Olympischen Spielen als Kommentatorin teilnehmen werde", sagt sie nun Bridgestone, mit denen sie gemeinsam an der Kampagne "Verfolge Deinen Traum. Egal was kommt" arbeitet.

Während andere Athleten für den Traum von Olympia trainieren, wird sich Vogel als Mentorin für zehn Menschen bereit stellen, die es schaffen wollen, den ersten Zehn-Kilometer-Lauf ihres Lebens zu absolvieren.

Vogel tritt damit in die Fußstapfen von Fabian Hambüchen und will anderen Menschen zeigen, wie auch sie an ihren Zielen festhalten können.

"Natürlich kann ich jetzt nicht mehr die großen Sporterfolge feiern wie früher. Aber das Leben dreht sich eben nicht nur um Goldmedaillen und Siegertreppchen. Es sind vor allem die kleinen Dinge im Alltag, die jeder von uns bestreitet und für die er sich immer wieder aufs Neue motivieren muss", sagt die ehemalige Sportlerin.

Sie sei mit der Verarbeitung ihres Unfalls schon sehr weit gekommen, ist sich sicher, dass sie sich komplett an das Leben im Rollstuhl anpassen wird. Nachts träume sie allerdings manchmal davon, dass sie Laufen könne. "Anfangs dachte ich, das sei etwas Schlechtes und würde bedeuten, ich könnte das Ganze unterbewusst noch nicht richtig verarbeiten. Aber in anderen Nächten träume ich auch, ich könnte fliegen. Oder von pinken Einhörnern", erklärt sie lachend.

Ihre Träume seien immer noch bunt und das sei das Wichtigste. Wer zudem mit Kristina Vogel als Mentorin trainieren will, der kann sich noch bis Mitte April hier bewerben.

Titelfoto: Bridgestone Deutschland GmbH

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