Bodybuilderin will sich nicht für den Sport die Brüste operieren

Auf Instagram präsentiert Marina ihren sexy Body.
Auf Instagram präsentiert Marina ihren sexy Body.

Schloß Holte-Stukenbrock - Bodybuilding ist längst nicht mehr nur ein Männer-Sport. Mittlerweile trainieren auch viele Frauen, um sich einen stahlharten Body zu erarbeiten.

Eine von ihnen ist Marina Krause aus Schloß Holte-Stukenbrock. Vor Jahren begann die heute 22-Jährige, sich für Ernährung und Fitness zu interessieren.

Es dauerte nicht lange, bis bei ihr die Leidenschaft fürs Bodybuilding entfacht wurde. Seitdem nimmt sie an zahlreichen Wettbewerben teil. Und das meistens mit Erfolg! Zuletzt war sie bei der Europameisterschaft im spanischen Santa Susanna.

Im Gegensatz zu vorherigen Wettbewerben, entschloss sie sich dieses Mal "weicher und praller auf die Bühne" zu gehen, berichtete sie auf Facebook.

"Der Grund dafür war, dass ich mit meiner gewohnt härteren Form zweimal 2. und einmal 4. wurde bei vergleichbaren internationalen Wettkämpfen. Die Siegerinnen waren 2 mal davon deutlich weicher. Es war also einfach Zeit mal etwas anderes auszuprobieren…"

Obwohl sie bei der EM vor zwei Jahren noch auf dem dritten Platz landete, reichte es dieses Jahr nicht für eine Platzierung unter den Besten. So richtig nachvollziehen kann sie ihr Ausscheiden nicht: "Ich konnte auch muskulär nicht sehen, dass Finalplatzierte alle mehr Muskeln hatten, denn teilweise waren auch eher unitrainierte Mädels im Finale.."

Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren belegte Marina den dritten Platz.
Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren belegte Marina den dritten Platz.

Im Backstage-Bereich soll es hart hergegangen sein:

"Vor dem Auftritt wurden uns deutliche, fast aggressive, Ansagen von mehreren osteuropäischen Frauen vom Backstage-Personal gemacht. Wir sollten nicht auf zwei Beinen stehen, sondern eines zur Seite ausstellen. Außerdem durften wir weder die Hüfte zur Seite fallen lassen noch uns irgendwie eindrehen."

Wer sich an diese Anweisungen hielt, schien allerdings nicht unbedingt einen Vorteil gehabt zu haben. Eher im Gegenteil: "Auffällig ist allerdings, dass die Siegerinnen der Klassen (alle ukrainisch und russisch) sich davon nicht beeindrucken ließen und sogar die Gesamtsiegerin stand wie es verboten wurde. Das lasse ich mal so stehen", kritisiert Marina.

Ihr Fazit lautet dementsprechend: "Es gibt keine fassbaren Wertungskriterien und ich kann nur weiterhin das präsentieren was mir selbst und meinem Trainer gefällt und hoffen, dass es den Juroren auch gefällt."

Der Rat eines russischen Jurors an eine Kollegin, sie solle ihre ohnehin schon großen Silikon-Brüste noch mehr pushen, weil die Jury das sehen will, stößt bei der 22-Jährigen auf Unverständnis.

"Meine Brüste werde ich mir nicht für die Bühne machen lassen. Ob ich das irgendwann mal für mich selbst mache weiß ich noch nicht, aber nicht für den 'Sport', denn das gehört da nicht hin", macht die Bodybuilderin klar.

Jetzt freut sie sich erst mal auf die Offseason. Bis zum nächsten Wettkampf will sie sich voll auf ihr International Business-Studium an der Uni Paderborn und ihr Personal Training konzentrieren.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0