Dieser Hintern ist für die Werbung zu heiß

Erdmannsdorf (Sachsen) - "Glatt und eben muss er sein - der Estrich", so lautet der Werbe-Slogan einer Erdmannsdorfer Firma für Fußbodenbeläge. Das dazugehörige Werbemotiv zeigt aber nicht etwa eine makellos verspachtelte Ausgleichsmasse, sondern einen Damen-Po.

Lustig oder sexistisch? Die Werbung einer Handwerksfirma ist dem Deutschen Werberat sauer aufgestoßen.
Lustig oder sexistisch? Die Werbung einer Handwerksfirma ist dem Deutschen Werberat sauer aufgestoßen.

Für den Deutschen Werberat "sexistisch" genug, um dem Familienunternehmen eine Rüge zu verpassen. Die Wort-Bild-Kombination stelle Frauen und ihre Körper herabwürdigend zur Schau, reduziere sie auf ihre Sexualität und missbrauche sie als Blickfang für eine Handwerksleistung, so die Begründung.

Peter Börmann, dem Chef des Erdmannsdorfer Familienunternehmens, fällt dazu nichts mehr ein: "Noch nie hat sich jemand an der Werbung gestört", sagt er.

Schon jahrelang fahren etwa 40 Transporter mit der Reklame umher, davon ein Dutzend durch Sachsen. Die anderen Wagen gehören zum Fuhrpark des Bruders im Allgäu.

"Im November feiert unsere Werbung 25-jähriges Jubiläum", erzählt Peter Börmann. Damals, vor einem Vierteljahrhundert, überlegten seine Eltern mit ihm und den Geschwistern, wie sie ihren Auftritt moderner gestalten könnten. "Wir wollten mit der Zeit gehen", so Börmann.

Herausgekommen ist der kecke Spruch. Schwester Nicole stand Modell für den Fotografen. "Sie hat bis heute nichts gegen das Motiv." Auch von den Kunden kam viel Zuspruch.

Doch die Zeiten haben sich offenbar geändert. Peter Börmann bleibt aber dabei - und legt rechtlichen Widerspruch ein.

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