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Dieser Biologe ist der Kroko-Mafia auf der Spur

Leipzig - Der Handel mit Reptilien ist ein Milliardengeschäft. Skrupellose Geschäftemacher lassen einige Arten gnadenlos - fast bis zur Ausrottung - bejagen. Der Leipziger Biologe Mark Auliya (53) vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ist der Kroko-Mafia auf der Spur.
Mark Auliya nimmt bei einer Netzpyhton Blut ab. Im September wird in Südafrika über das CITES-Abkommen neu verhandelt.
Mark Auliya nimmt bei einer Netzpyhton Blut ab. Im September wird in Südafrika über das CITES-Abkommen neu verhandelt.

Von Pia Lucchesi

Leipzig - Der Handel mit Reptilien ist ein Milliardengeschäft. Skrupellose Geschäftemacher lassen einige Arten gnadenlos - fast bis zur Ausrottung - bejagen. Der Leipziger Biologe Mark Auliya (53) vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ist der Kroko-Mafia auf der Spur. Er berät Regierungen, den Zoll sowie Handelsorganisationen und engagiert sich seit 20 Jahren für den Artenschutz

„Wir haben lebende Echsen entdeckt, versteckt in der Fracht. Können Sie die für uns bestimmen?“, fragt der Zöllner am Telefon. Mark Auliya presst aufmerksam den Hörer ans Ohr, sagt Hilfe zu und bittet um eine Beschreibung der Tiere und um Fotos.

Nachdem der gefragte Experte das Gespräch beendet hat, runzelt er die Stirn: „Solche Funde nehmen zu. Es ist in Deutschland trendy, seltene Reptilien zu halten. Hierzulande, in Japan und den USA zahlen Sammler tausende Euro, um sich Raritäten in ihr Terrarium zu holen.“

Mark Auliya (53) wurde in Südafrika geboren. Seit seiner Kindheit faszinieren ihn Schlangen. Er wundert sich, dass viele Menschen diesen Tieren mit Abscheu begegnen.
Mark Auliya (53) wurde in Südafrika geboren. Seit seiner Kindheit faszinieren ihn Schlangen. Er wundert sich, dass viele Menschen diesen Tieren mit Abscheu begegnen.

Mark Auliya untersucht die Auswirkungen des Reptilienhandels an der Schnittstelle zwischen Politik und Wissenschaft.

Seine Arbeit und praktischen Forschungen helfen, dunkle Geschäfte und Machenschaften aufzudecken. Auliya weiß: „Die Bedrohung des Handels umfasst weit mehr Arten als angenommen wird.“

Der Forscher packt die Fakten auf den Tisch: International verbindliche Handelsrestriktionen bestehen lediglich für zehn Prozent der über 10.200 Reptilien-Arten.

Zwischen 2004 und 2014 wurden in die EU fast 21 Millionen lebende Reptilien importiert. Hinzu kommt der Handel mit Häuten - vor allem Schlangen und Warane, die überwiegend aus freier Wildbahn stammen und zu Gürteln, Handtaschen und Schuhen verarbeitet wurden.

„Während mit viel krimineller Energie der Häute- und Tierhandel blüht, schrumpfen die Bestände bestimmter Arten und Populationen in der Natur“, sagt Mark Auliya.

Der Handel mit Taschen aus Reptilien-Häuten boomt.
Der Handel mit Taschen aus Reptilien-Häuten boomt.

Aktuell hat der Leipziger die beiden größten Riesenschlangen Asiens im Fokus: der Netzpython (Malayopython reticulatus) und der Dunkle Tigerpython (Python bivittatus). Sie sind beliebt bei der Modeindustrie.

Allein zwischen 1995 bis 2013 importierte man aus Südostasien über 6,4 Millionen Netzpython-Häute nach Europa.

Die meisten davon waren Wildfänge. Die Auswirkungen der Jagd zeigen regional bereits Folgen. Bauern in Teilen Thailands und auf einigen Inseln Indonesiens bangen um ihre Ernte, denn Ratten (Leibspeise von Pythons) fressen die Reisfelder leer.

Mark Auliya beschäftigt gegenwärtig der Aufbau einer Reptilien-Gen-Datenbank. Die Idee: Die verschlungenen Handelswege werden „sichtbarer“, wenn genetisch die Herkunft der Tiere und Häute bestimmt werden kann.

Der Luxuskonzern Louis Vuitton Moët Hennessy finanziert das Projekt.

Auliya stellt fest: „Dieser Teil des Artenschutzes ist ein Wettlauf. Die Menschheit kann ihn nur gewinnen, wenn der intensive Reptilienhandel transparenter reglementiert und die Umweltzerstörung in Asien gestoppt wird.“

Foto: privat, Ralf Seegers, privat (2), imago (2)

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