Kroko-Puppe Max darf nicht mehr auf die Bühne

Stefan Flinner (66) ließ seit dem Tod von Krokodil Max seinen „Wurstdieb“ nicht mehr auf der Bühne tanzen.
Stefan Flinner (66) ließ seit dem Tod von Krokodil Max seinen „Wurstdieb“ nicht mehr auf der Bühne tanzen.


Von Anneke Müller

Dresden - Nicht nur die Zoo-Besucher trauern um Krokodil Max. Zoo-Kasper Stefan Flinner (66) hat sein Max-Stück „Der Wurstdieb“ abgesetzt und seit dem Tod des Zoo-Lieblings Anfang Juli keine Kroko-Puppen mehr auf der Bühne tanzen lassen.

„Ich bin traurig über den Tod von Max“, erzählt der Puppenspieler, der nun seine 22 wöchentlichen Vorstellungen mit anderen Stücken füllt.

Seit 1993 riss „Plüsch-Max“ im „Wurstdieb“ regelmäßig aus dem Zoo aus und stahl aus dem Kühlschrank von Kaspers Großmutter Mengen von Würsten. Erst als der Ausreißer wieder eingefangen war, konnte der Tierarzt das Wurst-Bauchweh lindern …

„Das Stück ist beliebt, viele haben danach schon gefragt“, erzählt Flinner. „Aber erst wenn ein neues Krokodil kommt, spiele ich wieder den Wurstdieb.“

So lange muss „Plüsch-Max“ in der Kiste bleiben, ebenso wie das Krokodil der Hexe aus dem Stück „Kasper und sein Struppi“. Beide Puppen hat Flinner - wie 90 Prozent seiner 110 Puppen - mit seiner Frau selbst genäht.

Vielleicht klappt es ja bis Ende des Jahres mit einem neuen „Max“ für das Brandes-Haus. Und Stefan Flinner könnte zu seinem eigenen 25-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr seinen „Wurstdieb“ wieder spielen.

Insgesamt hat der Puppenspieler 52 Stücke geschrieben und über 12.000 Vorstellungen gegeben.

Plüsch-Kroko Max muss noch länger auf seinen nächsten Auftritt warten.
Plüsch-Kroko Max muss noch länger auf seinen nächsten Auftritt warten.

Fotos: Steffen Füssel


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