Krokodil-Alarm an deutschem Badesee: Die Suche geht weiter

Kirchheim unter Teck - In Kirchheim fehlt nach wie vor jede Spur von drei kleinen Krokodilen, die eine Spaziergängerin in einem See entdeckt haben will.

Die Polizei sperrte das Gelände um die Seen aus Sicherheitsgründen ab.
Die Polizei sperrte das Gelände um die Seen aus Sicherheitsgründen ab.

"Wir werden uns jetzt zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht", sagte ein Sprecher der Stadt am Freitagmorgen. "Natürlich geht die Sicherheit vor." Aber vor allem an diesen heißen Tagen sei es schade, einen Badesee zu sperren.

Die Stadt im Landkreis Esslingen hatte nach dem Hinweis der Spaziergängerin am Mittwochvormittag die Bürgerseen gesperrt.

Am Donnerstag hielten Angler weiter erfolglos nach den Tieren Ausschau. Schon zuvor hatten Reptilienexperten und andere Freiwillige weder im noch am Wasser verdächtige Lebewesen gesichtet. Bislang hatte die Stadt mitgeteilt, alle drei Bürgerseen blieben voraussichtlich bis Montag gesperrt.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatten vermeintliche Krokodilsichtungen einen Polizeieinsatz in Nagold ausgelöst - damals hatte sich das Reptil als Stofftier entpuppt.

Entwarnung am Badesee

Entwarnung am Badesee: Nach der mehrtägigen erfolglosen Krokodil-Suche an mehreren Gewässern in Kirchheim unter Teck hat die Stadt die gesperrten Seen wieder für Badende geöffnet. "Es wurden keine Krokodile gefunden", sagte ein Sprecher am Freitag. "Das Baden im unteren Bürgersee ist damit wieder möglich."

Reptilien-Experten gingen davon aus, dass eine Spaziergängerin am Dienstagabend Hechte gesehen und diese mit jungen Krokodilen verwechselt haben könnte. "Hechte stehen meistens lauernd an der Wasseroberfläche. Dies ist auch in den Bürgerseen zu beobachten", sagte Reptilienfachmann Michael Wirth laut einer Mitteilung der Stadt. Wirth hatte die Suchaktion in Kirchheim (Landkreis Esslingen) zusammen mit zwei weiteren Reptilien-Experten geleitet.

Einer der drei Bürgerseen in Kirchheim unter Teck.
Einer der drei Bürgerseen in Kirchheim unter Teck.  © Krytzner/SDMG/dpa

Titelfoto: Krytzner/SDMG/dpa

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