Einbrecher kann fliehen und treibt es dann auf die Spitze

Einer der Rettungssanitäter konnte den Einbrecher beschreiben. Wenig später tauchte an einer Tankstelle ein Mann auf, der genau auf die Beschreibung passte. (Symbolbild)
Einer der Rettungssanitäter konnte den Einbrecher beschreiben. Wenig später tauchte an einer Tankstelle ein Mann auf, der genau auf die Beschreibung passte. (Symbolbild)  © DPA

Krostitz - Ein Einbruch in die Rettungswache in Krostitz hat in der Nacht zu Donnerstag ein ungewöhnliches Ende genommen. Nachdem der mutmaßliche Einbrecher aus dem Gebäude getürmt war, erwischte ihn die Polizei an einer Tankstelle.

Zwei Rettungssanitäter hatten den Einbruch gegen 3.30 Uhr bemerkt. Während ihres Nachtdienstes hörten sie plötzlich eigenartige Geräusche in der Rettungs- und Feuerwache.

Einer der Mitarbeiter schaute sich daraufhin in dem Gebäude um. Im Schulungsraum entdeckte er den Unbekannten. Dieser rannte an dem Sanitäter vorbei und aus dem Gebäude heraus, zum Parkplatzes eines Supermarktes.

Die Sanitäter stellten fest, dass der geflohene Einbrecher mehrere Türen aufgebrochen hatte und in zwei Büros eingedrungen war. Ob und was der Mann mitgehen ließ, konnten sie der Polizei kurz nach dem Vorfall noch nicht sagen.

Dafür konnte eine der Nachtwachen den Beamten den unbekannten Einbrecher aber wie folgt beschreiben: etwa 1,70 Meter groß, kräftige, untersetzte Gestalt, graue Fleecejacke und ein schwarzes Basecap.

Kurze Zeit später, gegen 5 Uhr, wurde der Polizei ein 35-jähriger Mann an einer Krostitzer Tankstelle in der Dübener Straße gemeldet. Dieser passte haargenau auf die Beschreibung des Rettungssanitäters.

Der Grund für den Anruf des Mitarbeiters war jedoch ein völlig anderer. Der Mann war mit seinem VW Golf vor die Tankstelle gefahren und hatte sich mit Schnaps und Cola eingedeckt.

Dabei rückte er besonders den Kundinnen auf die Pelle, indem er ihnen über die Arme streichelte. Irgendwann reichte es dem Tankstellenmitarbeiter und er rief die Polizei.

Die nahm dem 35-jährigen den Führerschein ab und ermittelt nun in zwei Fällen: Trunkenheit im Verkehr und Verdacht auf Diebstahl in einem besonders schweren Fall.


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