KSC-Anhänger zünden Pyro und werfen Absperrmaterialen auf Polizei: 200 Fans verpassen Derby gegen VfB

Stuttgart - Der Fansmarsch der KSC-Anhänger aus Stuttgart Untertürkheim wurde mit viel Polizeipräsenz ins Stadion begleitet. Auch die VfB-Fans liefen mit einem Marsch aus Bad-Cannstatt ein.
An der Haltestelle Untertürkheim erkennt man Rauch.
An der Haltestelle Untertürkheim erkennt man Rauch.

Beim KSC-Fanmarsch aus Untertürkheim wurden laut eines Polizeisprechers einige Polizeikräfte angegangen und Absperrmaterialien auf Beamte geworfen.

Zudem haben Fans offenbar Pyrotechnik gezündet.

Die Polizei hat bislang keine Erkenntnisse, dass es Verletzte gibt.

Derzeit wird noch eine Gruppe KSC-Fans vor dem Stadion einer Kontrolle unterzogen.

Beim VfB-Fanmarsch von Bad Cannstatt ins Stadion wurde laut eines Polizeisprechers ebenfalls Pyrotechnik gezündet.

Die Polizei hat sich bei diesen Einsatz auf Ausschreitungen vorbereitet. Ein Wasserwerfer und ein Helikopter sind einsatzbereit.

Update 13:40: Die VfB-Fans haben im Stadion die Choreographie gezeigt.

Update 14:50: Rund 200 Fans des Karlsruher SC haben vor dem Derby beim VfB Stuttgart einen Platzverweis der Polizei bekommen und durften das Fußballspiel nicht im Stadion verfolgen. Als Grund nannte ein Polizeisprecher am Sonntag das Abbrennen von Pyrotechnik auf dem Weg vom Bahnhof in Untertürkheim zur Mercedes-Benz Arena.

Zudem seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Absperrmaterial beworfen worden. Im Fan-Block der Gäste waren bei dem Zweitliga-Spiel einige leere Plätze zu erkennen. In den sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung der Polizei kritisiert.

Update 18 Uhr: Die Polizei hat inzwischen die 200 Anhänger des KSC nach Aufnahme der Personalien wieder freigelassen.

Update 18.05 Uhr: Weiter teilte die Polizei mit, dass es bei der Anreise der Gästefans vereinzelt zu Straftaten kam. Im Personentunnel des Untertürkheimer Bahnhofs zündeten zwei KSC-Anhänger Pyrotechnik. Der 23-Jährige und 32 Jahre alte Mann konnte im Nachgang mithilfe der Videoaufzeichnungen ermittelt werden. Wegen Drogen wurde zusätzlich ein 27-Jähriger bestraft, der zuvor mit dem Entlastungszug ankam. Außerdem kam es nach Polizeiangaben zu zwei Fällen von Körperverletzungen am Bahnhof Stuttgart-Sommerrain.

Die Polizei zog eine positive Bilanz bezüglich ihres Einsatzes beim Derby VfB gegen den KSC: "Das primäre Ziel, in unserem Zuständigkeitsbereich eine konsequente Fantrennung zu gewährleisten und damit Ausschreitungen zwischen den rivalisierenden Fanlagern zu verhindern, konnte insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der Landespolizei erreicht werden", wird die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Stuttgart Julia Buchen in einer Mitteilung zitiert.

VfB Stuttgart Choreographie: "Sein oder nichts sein"
VfB Stuttgart Choreographie: "Sein oder nichts sein"  © Tom Weller/dpa
Der Fanmarsch wird aus Untertürkheim von der Polizei begleitet.
Der Fanmarsch wird aus Untertürkheim von der Polizei begleitet.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0