Küche steht in Flammen: Feuerwehr rettet Katze aus Wohnhaus

Pirna - Das ist für Samtpfötchen "Elly" gerade nochmal gut gegangen: Bei einem Küchenbrand in Pirna war die Katze in einer qualmenden Wohnung gefangen. Doch die Kameraden der Feuerwehr befreiten das Tier.

Aus der Wohnung des Seniors trat starker Rauch hervor.
Aus der Wohnung des Seniors trat starker Rauch hervor.  © Daniel Förster

Das Feuer war nach TAG24-Informationen gegen 16.15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Fritz-Ehrlich-Straße ausgebrochen.

Nachbarn alarmierten die Feuerwehr, nachdem sie durch schrillende Rauchmelder auf den Brand aufmerksam gemacht wurden.

Grund für das Feuer: Ersten Erkenntnissen nach hat ein Rentner (70) im dritten Stock den Herd angemacht, um sich in einer Bratpfanne Speck anzubraten.

Dann ging der 70-jährige Hausbewohner in den Keller. Während seiner Abwesenheit fing das Öl in der Pfanne Feuer und breitete sich aus.

Dem Vernehmen nach soll der Senior, als er das Unglück mitbekam, nach oben in seine brennende Wohnung gelaufen sein und zunächst versucht haben, das Feuer eigenhändig zu löschen - ohne Erfolg.

Kurz darauf trafen die alarmierten Einsatzkräfte ein. Ausgestattet mit einem Schlauch und mit einem Atemschutzgerät stürmte der erste Trupp in das stark verqualmte Treppenhaus.

Eine Nachbarin kümmerte sich nach der Rettung von Katze "Elly" um das Tier.
Eine Nachbarin kümmerte sich nach der Rettung von Katze "Elly" um das Tier.  © Daniel Förster

Dann drangen die Kameraden zur brennenden Wohnung vor und erstickten das Feuer auf dem Herd.

So weit, so gut. Doch in dem vernebelten Apartment befand sich noch ein tierischer Bewohner: Katze "Elly". Den Einsatzkräften gelang es, das Tier zu retten.

Die Katze hatte Rauch eingeatmet und sich erbrochen. In einem Funkstreifenwagen der Polizei fand die Samtpfote dann Unterschlupf. Später kümmerte sich eine Nachbarin um sie, fuhr mit ihr zum Tierarzt.

Der betroffene Senior hatte bei seinen Löschversuchen offenbar ebenfalls viel Qualm eingeatmet.

Ihn versorgte der Rettungsdienst, genauso wie seine erst später nach Hause geeilte Partnerin. Beide kamen ins Krankenhaus – er zur Überwachung wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung.

Die 58-Jährige, weil sie laut Polizei durch das Unglück psychisch angeschlagen war, Schocksymptome zeigte.

Wie Nachbarn berichteten, hatten sich die beiden erst vor kurzem die Wohnung neu eingerichtet. Das Feuer hat nun ein Großteil der Küche zerstört. Weil der Rauch auch in die anderen Zimmer gezogen war, hat die Feuerwehr die Wohnung wegen ausdünstender gefährlicher Gase als vorübergehend unbewohnbar eingestuft.

Die Bewohner können ihr Zuhause frühestens in der kommenden Woche wieder betreten.

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