Kündigungs-Zoff endet mit Vergleich: Sachsen zahlt 350.000 Euro an Beinahe-Intendant Dorny

Dresden - Im Zoff mit dem ehemaligen designierten Opernintendanten Serge Dorny (56) hat das Land Sachsen einen Vergleich geschlossen. Der 2014 fristlos gekündigte Belgier bekommt 350.000 Euro und nicht - wie von ihm gefordert - das gesamte Volumen seines nicht angetretenen Vertrages von rund 1,7 Millionen Euro.

 Serge Dorny (56).
Serge Dorny (56).  © Sebastian Kahnert/dpa

Wie das Kunstministerium mitteilte, sei das Gerichtsverfahren zu den Folgen des Rauswurfs nun beendet. Ein halbes Jahr vor seinem geplanten Amtsantritt war Dorny gefeuert worden.

Laut der damaligen Kunstministerin Sabine von Schorlemer (59, parteilos) hatte er Vertrauen verspielt. Der Abgesägte sah sich als Opfer eines Kompetenzgerangels mit Christian Thielemann (59), Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle.

Dorny verklagte das Land, eine gütliche Einigung scheiterte vor dem Amtsgericht. Der Fall ging ans Landgericht, das die Kündigung für unrechtmäßig erklärte.

Das Oberlandesgericht wies eine Berufung 2016 als unbegründet zurück, der Freistaat akzeptierte. Auch, weil klar war, dass nicht die volle Summe zu zahlen wäre - Dorny konnte nach dem Hickhack als Intendant an die Oper Lyon zurückkehren.


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