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Gerhard Richter: Zieht auch er seine Bilder aus Dresden ab?

Dresden - Künstler Gerhard Richter äußert sich im MOPO-Interview zu Baselitz' Entscheidung, seine Kunstwerke aus Dresden zurückzuziehen.
Gerhard Richter zählt zu den weltweit teuersten lebenden Gegenwartskünstlern.
Gerhard Richter zählt zu den weltweit teuersten lebenden Gegenwartskünstlern.

Von Guido Glaner

Dresden/Köln - Am Montag berichtete die MOPO, dass der Maler Georg Baselitz sämtliche Bilder, die er den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geliehen hat, zurückfordert. Grund ist der Ärger über das geplante Kunstgutschutzgesetz* der Bundesregierung.

Hat Georg Baselitz einen Ausstellungsraum im Dresdner Albertinum, verfügt Gerhard Richter über gleich zwei Räume. Richter, 1932 in Dresden geboren, in Köln lebend, ist seit vielen Jahren der erfolgreichste Maler der Welt und im Albertinum so tief verwurzelt wie kaum irgendwo sonst.

Würde auch er seine Werke aus den Museen holen, wäre das für Dresden kaum zu verschmerzen.

MOPO24: Herr Richter, Ihr Kollege Baselitz haut ganz schön auf den Putz, indem er alle er seine Werke aus den deutschen Museen zurückzieht wegen der geplanten Verschärfung des Kulturschutzgesetzes. Können Sie ihn verstehen?

Gerhard Richter: Ja, absolut. Ich würde es genauso machen wie er. Die Bilder aus den Museen holen, schnellstens auf den Markt bringen und verkloppen.

MOPO24: Heißt das, Sie werden Ihre Werke jetzt auch zurückziehen?

Gerhard Richter: Nein, vorerst nicht. Dann müsste ich sie ja alle zurückbringen, wenn die Novelle am Ende doch nicht Gesetz wird. Das wäre zu viel der Mühe. Es ist dafür noch zu früh. Bislang gibt es offenbar nur diesen Entwurf der Gesetzesänderung. Ich kenne ihn auch nur aus dem, was die Presse berichtet hat in den zurückliegenden Tagen. Ich sage: Wenn es wirklich so kommt, wie dort gesagt wird, würde ich handeln wie beschrieben.

Gehard Richter hier mit dem Bild, das seine Tochter Ella zeigt, im Albertinum (Februar 2015).
Gehard Richter hier mit dem Bild, das seine Tochter Ella zeigt, im Albertinum (Februar 2015).

MOPO24: Die Gesetzesverschärfung soll „nationales Kulturgut“ davor schützen, ins Ausland verbracht zu werden. Was ist falsch daran?

Gerhard Richter: Da gibt es mehrere Aspekte. Erstens: Es ist ein Eingriff in die Freiheit. Niemand hat das Recht mir vorzuschreiben, was ich mit meinen Bildern mache. Zweitens: Ich denke in der Kunst nicht national. Die Welt ist zusammengewachsen.

Ich finde es gut, wenn die Kunst an möglichst vielen Orten auf der Welt ein Zuhause hat. Die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden haben ein Banner ausgehängt, das von „einem Haus voller Ausländer“ spricht. Sollte das in Zukunft nicht mehr gelten? Drittens: Was soll das sein, „nationales Kulturgut“? Wer kann sich herausnehmen zu bestimmen, welches Kunstwerk bedeutend ist und welches nicht?

MOPO24: Nach Lage der Dinge werden auch in Zukunft Länderkommissionen darüber entscheiden.

Gerhard Richter: Ich soll irgendeiner Kommission meine Bilder zeigen und fragen, ob ich sie verkaufen darf? Nein! Diese Leute haben meist auch gar keine Ahnung von Kunst.

Gerhard Richter (geb. 1932).
Gerhard Richter (geb. 1932).

MOPO24: Die meisten Museumsleute werden anders denken als Sie. Für sie sind die Bestände ihrer Sammlungen schützenswert. Immerhin erfüllen Museen eine wichtige Aufgabe: Sie lassen Kunst für jedermann zugänglich sein. Der Kunstmarkt lässt viele Werke in privaten Sammlungen verschwinden.

Gerhard Richter: Das gibt es nicht, dass Bilder in falsche Hände geraten. Wenn sie gut sind, werden sie irgendwann den Weg in irgendein Museum finden. Es ist ohnehin viel zu viel Kunst in den Museen. Überall entstehen neue Museumsanbauten, Räume, die gefüllt werden müssen.
So viel Qualität kann es in der Kunst gar nicht geben. Und wenn ein Bild zehn Millionen wert ist, dann gucken es die Leute an, weil es teuer ist. Es geht doch viel zu oft nur noch ums Spektakel. Mit einem Bild, mit Kunst hat das nichts zu tun.

*Die Neufassung dieses Gesetzes, so es beschlossen würde, hätte unter anderem zum Inhalt, dass Kunstwerke, die als „wertvolles nationales Kunstgut“ definiert wären, nicht außer Landes Lande gebracht werden dürften. Das bedeutet, diese können dann ebenso wenig auf dem internationalen Kunstmarkt gehandelt werden.

Künstler sind auch nur Lobbyisten

Kommentar von Guido Glaner

Georg Baselitz war noch nie ein Mann des vorsichtigen Abwägens. Der Maler liebt die martialische Geste, denn die stellt sicher, dass man von ihm spricht. Nun zieht er alle seine Werke, die er an deutsche Museen verliehen hat, zurück - aus Ärger über die Verschärfung des Kulturschutzgesetzes. Eine Gesetzesnovelle, die im Ganzen noch gar nicht öffentlich, aber in Teilen bekannt geworden ist.

Mag man die Rückholaktion auch für einen ebenso aggressiven wie selbstgefälligen Lobbyismus in eigener Sache halten, ist doch festzustellen, dass Baselitz einen Nerv getroffen hat. Der ewige Konkurrent Gerhard Richter klatscht ihm Beifall. Er wird dabei nicht allein bleiben.

„Nationales Kulturgut“ zu definieren und es als schützenswert dem gefräßigen Kunstmarkt zu entziehen, ist an sich ein lohnendes Ziel, möchte man meinen. Aber die Frage ist berechtigt: Wie soll es wohl möglich sein, festzustellen, welches Kunstwerk und warum ausgerechnet dieses von nationaler Bedeutung sein soll? Eindeutige Kriterien kann es nicht geben, was der bürokratischen Willkür Tür und Tor öffnet.

Andererseits steht kaum zu befürchten, dass die Kulturkommissionäre nach einer möglichen Verabschiedung des Gesetzes mit dem Kulturgut-Stempel durch die Museen eilen werden, um ihn jedem Bild auf den Firnis zu drücken, das von seinem Erschaffer nicht rechtzeitig von der Wand geklaubt worden ist. Selbst die Kunstgranden Baselitz und Richter werden aller Voraussicht nach mit den allermeisten ihrer Arbeiten weiter frei handeln können.

Nach dem großen Geschrei der vergangenen Tage ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die Kulturstaatsministerin ihren Gesetzentwurf unverändert durch den Bundestag kriegt. Am Ende wird ein Gesetz stehen, mit dem beide Seiten leben können. Das ist gut so. Weil Gerhard Richter richtig gelegen hätte damit, seine Arbeiten im Museum zu belassen. Und Georg Baselitz seine Werke zurückbringen müsste.

Fotos: dpa/Norbert Millauer, Arno Burgi, Eric Münch

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