Gleich entdeckt? Dieser Künstler ist ein Meister der Tarnung

Berlin - Man nennt ihn auch den unsichtbaren Chinesen. Die Rede ist vom international bekannten Performance-Künstler Liu Bolin (45).

Liu Bolin (45) lässt sich von Studentinnen der Kunstakademie Stuttgart anmalen. (Archivbild)
Liu Bolin (45) lässt sich von Studentinnen der Kunstakademie Stuttgart anmalen. (Archivbild)  © dpa/Bernd Weißbrod

Der 45-Jährige verschmilzt geradezu mit dem Hintergrund, ist mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.

Doch wie macht er das bloß?

Die Fotos sind nicht etwa mit Photoshop bearbeitet, sondern erfordern eine Menge Geduld und noch mehr Geschick und Farbe. Der Fotograf und Bildhauer lässt sich nämlich aufwändig von Hand bemalen, so dass er quasi nicht mehr vom Bildhintergrund zu unterscheiden ist.

In seinem jüngsten Kunstprojekt geht es um Bilder, die Bolin 2017 während eines Aufenthaltes im französischen Reims extra für Ruinart konzipiert hat.

Der politische Ex-Knacki Bolin kam auf die geniale Idee, nachdem die chinesische Polizei im Jahr 2005 sein Atelier samt Skulpturen zerstörte.

Daraufhin bemalte er sich aus Protest mit der Farbe der Mauerreste und stellte sich für ein Foto vor die Wand – das wurde sein Markenzeichen.

Wer noch mehr staunen will: Beim Gallery-Weekend (26. bis 29. April) zeigt die Galerie Marcus Deschler in der Auguststraße 61 in Berlin-Mitte die neusten Werke von Liu Bolin bei "Revealing the Invisible".

Der Künstler ist zwischen all den bunten Magazinen kaum auszumachen.
Der Künstler ist zwischen all den bunten Magazinen kaum auszumachen.  © dpa/Bernd Weißbrod

Titelfoto: Screenshot Instagram/Liu Bolin


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