Ex-Kirchendiener missbrauchte zweijährige Enkelin

Großvater Gerd H. (54) vergriff sich an seiner Enkelin.
Großvater Gerd H. (54) vergriff sich an seiner Enkelin.

Von Steffi Suhr

Dresden - „Alles ist kaputt“, sagte Gerd H. (54) im Landgericht. Tatsächlich hat der langjährige Küster einer evangelischen Kirchgemeinde in Dresden alles verloren.

Seinen Job, seine Familie und vielleicht auch bald seine Freiheit: Gerd H. missbrauchte seine zweijährige Enkeltochter!

Laut Anklage vergriff er sich im Februar 2013 an dem Kind, fotografierte die Taten. Angeblich „um zu zeigen, dass er das Kind nur gestreichelt hat“, ließ Gerd H. über seinen Anwalt wissen.

„Meine Tochter erzählte auf einmal ‚Was der Opa so macht‘“, erinnerte sich der Kindsvater (24). „Ich konnte es nicht glauben, durchsuchte den Computer meines Vater, fand die Fotos von meinem Kind. Und noch derlei Bilder, die er sich wohl aus dem Netz zog.“

Er zeigte seinen eigenen Vater an. Die Familie wandte sich von Gerd H. ab, er verließ die eheliche Wohnung, den Job in der Kirche verlor er auch.

„Ich kann mir nicht erklären, warum es zu dem Vorfall kam“, so der Angeklagte. „Bei mir wurde inzwischen eine Depression diagnostiziert. Vielleicht hilft mir eine Therapie.“ Das Urteil soll noch diese Woche fallen.

Fotos: Ove Landgraf (2)


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