Stellenabbau bei Kuka: Vor zwei Monaten galten die Jobs noch als gesichert

Augsburg - Der Interims-Chef des Roboterherstellers Kuka sieht sich bei dem angekündigten Jobabbau nicht an die Beschäftigungsgarantie gebunden, die der chinesische Eigentümer Midea bei der Übernahme abgegeben hat.

Peter Mohnen ist Interims-Chef des Roboterherstellers Kuka.
Peter Mohnen ist Interims-Chef des Roboterherstellers Kuka.  © DPA

"Wir als Vorstand haben die Verantwortung und die Pflicht, Entscheidungen zu treffen – und das tun wir unabhängig von Midea", sagte Peter Mohnen der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag).

"Was wir als Kuka-Vorstand nun machen, hat nichts mit der Beschäftigungsgarantie von Midea zu tun."

Nicht der chinesische Mehrheitseigner, sondern der Kuka-Vorstand in Augsburg habe eine Kostensenkung um 300 Millionen Euro beschlossen, sagte Mohnen. Wie viele der 4000 Arbeitsplätze in Augsburg abgebaut werden, werde der Vorstand erst nach einer genauen Analyse festlegen.

Ende November hatte der neue Kuka-Chef in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen" noch ausdrücklich auf die Beschäftigungsgarantie hingewiesen und gesagt: "Midea hat ganz klar bekräftigt, dass die Investorenvereinbarung, die wir bei der Übernahme von Kuka durch Midea geschlossen haben, bis 2023 gilt. Das sichert den Standort Augsburg mit seinen rund 4000 Arbeitsplätzen ab."

Am Donnerstagabend hatte Kuka zum zweiten Mal seine Prognose für 2018 reduziert. Die Chefetage geht nunmehr von 3,2 Milliarden Euro Umsatz aus, 300 Millionen weniger als ursprünglich angepeilt.

Roboter des Herstellers Kuka bauen im Ford Werk in Köln eine Karosserie zusammen.
Roboter des Herstellers Kuka bauen im Ford Werk in Köln eine Karosserie zusammen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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