Kult-Comeback! Tatra löscht wieder Brände

Bullig, wendig, relativ flach: Im Wald spielt das tschechische Löschfahrzeug 
seine Vorteile souverän aus.
Bullig, wendig, relativ flach: Im Wald spielt das tschechische Löschfahrzeug seine Vorteile souverän aus.  © Rico Löb

Großschönau - Tatü-Tatra! Die Floriansjünger im Zittauer Gebirge jubeln über ein richtiges Schmuckstück.

Als erste Feuerwehr Deutschlands haben die Kameraden aus Großschönau einen zweiachsigen Löschwagen des tschechischen Herstellers Tatra ergattert. Feuerwehr-Chefs des ganzen Landes warten auf die ersten Erfahrungsberichte.

Freilich gab es schon zu DDR-Zeiten neben W-50 und LO einige Tatras zum Löschen, doch diese Kultfahrzeuge sind nahezu ausgestorben. Jetzt haben TÜV und Dekra erstmals ein neues Fahrzeug der Baureihe 815-7 für Deutschland abgenommen.

Grund für die Wahl war ein bei sächsischen Feuerwehren bekanntes Problem: Das Depot ist mit 2,98 Meter zu tief gebaut. Bei der europaweiten Ausschreibung gab es keine entsprechenden Angebote der üblichen Verdächtigen (Mercedes, Man), sondern ausschließlich welche mit Tatra-Fahrgestell.

Derzeit laufen die Schulungen für den 360-PS-Kraftprotz. Wehrleiter Fabian Hälschke: „Er fasst 4000 Liter Löschwasser und ist für Waldbrände spezifiziert. Das Fahrzeug ist unser ganzer Stolz!“

Einen Namen wird sich das bisher „T-4000“ genannte Tanklöschfahrzeug erst während der Einsätze verdienen. Auch wenn besser nichts passieren sollte: Die Kameraden fiebern gerade der Feuertaufe entgegen.

Titelfoto: Rico Löb


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