Bekommt Chemnitz Amtshilfe bei Kulturhauptstadt-Bewerbung?

Oberbürgermeisterin Viola Hahn (61, parteilos) nennt als Grund für die Maßnahme eine Häufung von Straftaten.
Oberbürgermeisterin Viola Hahn (61, parteilos) nennt als Grund für die Maßnahme eine Häufung von Straftaten.

Gera - Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn (61, parteilos) liebäugelt mit einer Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025".

Angesichts der angespannten Finanzlage und der hohen Kosten einer Kandidatur sei dies allein aber wenig realistisch, erklärte Hahn am Montag. Deswegen brachte sie eine Kooperation mit Nürnberg und Chemnitz ins Gespräch, die bereits eine Bewerbung angekündigt haben. Diesen Vorschlag habe sie ihren Amtskollegen beider Städte unterbreitet.

Mit dem sächsischen Chemnitz verbinde Gera die reiche Industriekultur und der tiefgreifende Strukturwandel nach 1990. Neben der räumlichen Nähe sei auch der Maler Otto Dix ein kulturelles Bindeglied. Mit Nürnberg unterhält Gera seit 1988 eine Städtepartnerschaft. 2025 - dem Jahr des 35. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung - könnten Gera und Nürnberg der Kulturhauptstadt Europas damit "eine gewisse historische Dimension" verleihen, argumentierte Hahn.

Deutschland darf für 2025 ebenso wie Slowenien eine Stadt als Kulturhauptstadt Europas benennen. An dem Titel haben bereits etliche Städte Interesse angemeldet - neben Nürnberg und Chemnitz auch Dresden, Magdeburg, Hildesheim und Kassel. Die Entscheidung fällt allerdings erst 2020.

Thüringen war 1999 schon einmal mit Weimar in den Genuss dieses Titels gekommen. Die Diskussion um Gera als Kulturhauptstadt ist nicht ganz neu. Die Idee war schon einmal 2015 geäußert worden - und nun wieder im Rahmen einer Sommerakademie von Künstlern. Darauf nahm Hahn am Montag Bezug.

Chemnitz hätte das Potenzial für die Kulturhauptstadt 2025.
Chemnitz hätte das Potenzial für die Kulturhauptstadt 2025.  © DPA

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