Chemnitz trauert um größten Mäzen der Stadt

Alfred Gunzenhauser vor einer Plastik.
Alfred Gunzenhauser vor einer Plastik.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Der Kunstsammler Dr. Alfred Gunzenhauser ist tot. Der Galerist starb bereits am Montag in München, er wurde 89 Jahre alt.

Gunzenhauser hatte sich 2003 in Chemnitz einen Namen gemacht, als er rund 2500 seiner gesammelten Werke im Wert von etwa 200 Millionen Euro der Stadt vermachte.

Hierfür baute Chemnitz extra die ehemalige Sparkassen-Zentrale am Falkeplatz für 9,5 Millionen Euro zum mittlerweile weltbekannten „Museum Gunzenhauser“ um.

Im Dezember 2007 fand dann die große Eröffnung statt. Unter den Gästen befanden sich damals Prominente wie der damalige Bundespräsident Horst Köhler (72, CDU).

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD):

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD).
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (53, SPD).

Alfred Gunzenhauser konnte auf ein langes, erfülltes Leben zurückblicken.

Seine Passion war die Kunst, seine erlesene Sammlung ein sichtbarer Ausdruck dieser Leidenschaft, seines Lebensthemas. Die einzigartige Kollektion deutscher und internationaler Kunst des 20. Jahrhunderts hat in unserer Stadt, hat in Chemnitz ihren Platz gefunden.

Mit dem nach dem Stifter benannten Museum ist ein Ort entstanden, der die außergewöhnliche Sammlung Alfred Gunzenhausers über sein Leben hinaus für die nächsten Generationen erhält.

Die Kunst trägt seinen Namen weiter, das Museum wird immer an ihn erinnern. Wir trauern um Alfred Gunzenhauser und gedenken seiner in Dankbarkeit.

Neben der Dauerausstellung mit rund 300 Werken sorgen Sonderausstellungen für Abwechslung.
Neben der Dauerausstellung mit rund 300 Werken sorgen Sonderausstellungen für Abwechslung.
Das ehemalige Sparkassen-Gebäude wurde vor der Museumseröffnung vollständig umgebaut.
Das ehemalige Sparkassen-Gebäude wurde vor der Museumseröffnung vollständig umgebaut.

Fotos: Uwe Meinhold (3)


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