Skandal, Wahnsinn, fehlende Zeit: Darum platzten diese Transfers noch!

Deutschland - Als hätte es nicht schon genug Wechsel in der Winter-Transferperiode gegeben! Schon am Deadline Days wurden unzählige Wechsel bekannt gegeben (TAG24 berichtete). Auch einen Tag später gab es noch genügend Spieler, die nun für einen anderen Verein auflaufen (TAG24 berichtete).

Youssouf Sabalys (l.) Ausstiegsklausel wurde vom FC Fulham aktiviert, doch die Verantwortlichen von Girondins Bordeaux waren nicht zu erreichen und so platzte der Deal noch!
Youssouf Sabalys (l.) Ausstiegsklausel wurde vom FC Fulham aktiviert, doch die Verantwortlichen von Girondins Bordeaux waren nicht zu erreichen und so platzte der Deal noch!  © DPA

Der FC Schalke 04 war sich mit den Tottenham Hotspurs und dem Spieler Vincent Janssen bereits einig. Das Problem: Es war vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung keine Zeit mehr für einen Medizincheck! Deshalb ließen die "Knappen" den Transfer noch platzen.

Ein Skandal gab es dagegen bei Youssouf Sabaly. Der auf den letzten Drücker sehr aktive FC Fulham aktivierte dessen Ausstiegsklausel über 14 Millionen Euro, holte den rechten Verteidiger zum Medizincheck nach London, den der 25-Jährige auch bestand.

Doch Fulham konnte die Verantwortlichen von Girondins Bordeaux vier Stunden lang nicht erreichen! Weder per Telefon, noch per E-Mail sei dies möglich gewesen.

So konnte der Deal nicht abgeschlossen werden. Ob das ein Nachspiel bei der FIFA haben wird, ist bisher noch nicht bekannt.

Den Vogel schoss allerdings Paris Saint-Germain ab. Der französische Spitzenclub schaffte es laut französischen Medienberichten nach tatsächlich, bei gleich fünf möglichen Neuzugängen aus verschiedenen Gründen abzublitzen.

Der FC Chelsea schob dem Transfer von Willian zu Paris Saint-Germain einen Riegel vor.
Der FC Chelsea schob dem Transfer von Willian zu Paris Saint-Germain einen Riegel vor.  © DPA

So holte PSG trotz der deutlichen Worte von Trainer Thomas Tuchel keinen neuen Spieler mehr am letzten Tag der Winter-Transferperiode.

Dabei hatte der deutsche Coach auch in der Öffentlichkeit vehement Verstärkung gefordert - und das bereits vor der langwierigen Verletzung von Superstar Neymar, der ganze zehn Wochen fehlen wird!

Trotzdem bekam er bis auf den defensiven Mittelfeldspieler Leandro Paredes keinen weiteren Neuzugang.

Willian vom FC Chelsea soll der Wunschkandidat gewesen sein, doch die "Blues" erteilten dem brasilianischen Nationalspieler ebenso wenig die Freigabe, wie Callum Hudson-Odoi, der vom FC Bayern München umworben wurde.

PSG hatte mit dem portugiesischen Nationalspieler Joao Mario (Inter Mailand), Idrissa Gueye (FC Everton) und Thiago Mendes (LOSC Lille) zwar Alternativen in der Hinterhand, doch auch hier spielten die aktuellen Vereine der Kicker nicht mit.

Konkreter waren wohl die Verhandlungen mit Luciano Acosta von D. C. United, wo er mit Wayne Rooney zusammenspielt.

Keine Zeit mehr, um den Medizincheck zu absolvieren: Vincent Janssens Wechsel von den Tottenham Hotspurs zum FC Schalke 04 ließen die "Knappen" platzen.
Keine Zeit mehr, um den Medizincheck zu absolvieren: Vincent Janssens Wechsel von den Tottenham Hotspurs zum FC Schalke 04 ließen die "Knappen" platzen.  © DPA

Obwohl der 1,60 Meter kleine Acosta bereits in der französischen Hauptstadt gewesen sein soll, um den Medizincheck zu absolvieren, konnten sich die Clubs nicht einigen, weil United sich eine hohe Beteiligung an einem eventuellen Weiterverkauf sichern wollte.

Das lehnte Paris ab und bekam deshalb auch diesen Transfer nicht zustande, obwohl Acosta mit maximal neun Millionen Euro Ablöse ein Schnäppchen gewesen wäre.

Dem Vernehmen nach soll Thomas Tuchel aber ohnehin nicht überzeugt vom Argentinier gewesen sein, der der Wunschspieler von Sportdirektor Antero Henrique war.

Der gab dennoch Yacine Adli (18, Bordeaux), Jesé (25, Betis Sevilla) und Timothy Weah (18, Celtic Glasgow) ab - zwei Offensivspieler und ein Mittelfeldspieler.

Ob Tuchel das gefallen hat, darf stark bezweifelt werden.

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