Kurz vor knapp: Poggenburg-Demo wird nun doch verlegt

Leipzig - Nach zahlreichen Versuchen sollte die Kundgebung mit dem Motto "Linker Anarchie und Aggression konsequent entlegenen" von André Poggenburg und seiner Partei "Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland" am Mittwochabend in Connewitz stattfinden. Jetzt wurde sie wieder einmal verlegt.

Erneut wurde die Kundgebung vor das Bundesverwaltungsgericht verlegt.
Erneut wurde die Kundgebung vor das Bundesverwaltungsgericht verlegt.  © DPA

Am Mittwochmittag erst teilte das Leipziger Ordnungsamt mit, dass die Veranstaltung unter Berücksichtigung der aktualisierten Gefahrenprognose nicht in Connewitz stattfinden würde. Stattdessen soll sich die Kundgebung nun wie bereits die letzten Male auf den nördlichen Simsonplatz beschränken.

Die Änderung soll der Partei "Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland" bereits zugestellt worden sein. Grund für die spontane Änderung waren unter anderem Aufrufe auf der Internetplattform "Indymedia.org" zu Sperrmüllaufhäufungen auf den Straßen, angelegten Depots von Pflastersteinen als Wurfgeschosse und Brandstiftungen in Connewitz, denen auch bereits Folge geleistet sein soll.

Die angeordneten Verkehrsbeschränkungen an der Kreuzung Brandtstraße/ Seineckerstraße werden jedoch weiterhin bestehen. Laut dem Ordnungsamt ist nun auch mit Verkehrsbeschränkungen zwischen 17.30 und 20 Uhr im Umfeld des Simsonplatzes zu rechnen.

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Schon zum vierten Mal versucht Poggenburg mit seiner Partei "Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland" eine Kundgebung im Leipziger Süden zu organisieren. Die Polizei Leipzig hatte schon Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern gesammelt, um die Kundgebung zu begleiten.

Update, 15 Uhr: Inzwischen äußerte sich auch André Poggenburg zu der Verlegung: "Wie fast zu erwarten knickt der Rechtsstaat ein!" Die Partei wird die Kundgebung nun am Simsonplatz abhalten.

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