Zoff mit Zulieferer: Jetzt auch Kurzarbeit bei VW in Sachsen

Das VW-Werk in Mosel werden kommende Woche weniger Autos verlassen.
Das VW-Werk in Mosel werden kommende Woche weniger Autos verlassen.  © DPA

Zwickau - Die Entscheidung ist gefallen. Auch im VW-Werk in Zwickau wird es in der kommenden Woche Kurzarbeit geben. Das erfuhr MOPO24 aus VW-Kreisen. 

Offiziell will der Konzern dazu am Freitag Stellung nehmen.

Gleich zwei sächsische Mittelständler aus Schönheide und Oberlungwitz machen zur Zeit dem zweitgrößten Autokonzern der Welt, VW, das Leben schwer.

Nach Emden, Wolfsburg und vielleicht Kassel wird es kommende Woche auch in Zwickau Kurzarbeit geben.  

Bundesweit Kurzarbeit bei VW, weil sich ein Getriebezulieferer aus Sachsen zankt. Das gab es noch nie! Der Zulieferer gehört zur Prevent-Gruppe. Genauso wie ein sächsischer Sitzbezügehersteller. 

Wegen eines Streits mit Zulieferern kann bei VW nicht mehr regulär gearbeitet werden.
Wegen eines Streits mit Zulieferern kann bei VW nicht mehr regulär gearbeitet werden.  © Uwe Meinhold

Tatsächlich streitet zumindest die Firma ES Automobilguss aus Schönheide mit VW um Geld. Sie liegt unmittelbar neben der Talsperre Eibenstock.

Während sich ES aber noch quer stellt, wurde das Textilunternehmen gerade erst zur Wiederaufnahme der Lieferungen durch VW gezwungen. Dabei handelt es sich um Car Trim aus Oberlungwitz nahe Hohenstein-Ernstthal.

Problem: Zu ES geht die juristische Auseinandersetzung erst am 31. August am Landgericht Braunschweig weiter. Aber auch Car Trim soll weiter blocken.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ will VW-Boss Matthias Müller (63) nun hart durchgreifen, notfalls mit Gerichtsvollzieher und Zwangsvollstreckung, was eine gewaltsame „Abholung“ der bestellten Ware bedeuten würde. Müller kennt die Gegend: Er wurde in Limbach-Oberfrohna geboren.


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