Kurzer Prozess mit diesem Pöbler

Pöbler Karsten K. (52) attackierte auch im Gericht Journalisten: Solange die linksradikale Lügenpresse hier ist, sage ich kein Wort.“
Pöbler Karsten K. (52) attackierte auch im Gericht Journalisten: Solange die linksradikale Lügenpresse hier ist, sage ich kein Wort.“

Von Eric Hofmann

Dresden - Pöbeln, drohen, beleidigen - das kann Karsten K. (52) richtig gut. Dies bewies er auch vor dem Dresdner Amtsgericht, das ihn jetzt genau wegen solcher Delikte zur Rechenschaft zog.

Bereits vor Prozessbeginn zeigte sich der Arbeitslose von seiner hässlichen Seite, attackierte Journalisten und rief damit ein Kommando von Sicherheitsleuten auf den Plan.

Auch auf der Anklagebank gab er sich mürrisch: „Solange die linksradikale Lügenpresse hier ist, sage ich kein Wort“, maulte er. „Ich kann die auch selbst rausschmeißen.“ Konnte er nicht: Richter Herbert Dietz (61) drohte ihm mit Ordnungsgeld - da war Ruhe im Saal.

Damit konnte sich das Gericht auch dem Wesentlichen der Sitzung zuwenden: der Anklage gegen den Pöbler. Am 16. September hatte er seiner Freundin Ilona von der G. gedroht, sie auf der Beerdigung ihres Vaters umbringen zu lassen, schickte ihr anschließend 35 SMS mit übelsten Beleidigungen („Nutte“, „Schlampe“).

Wieso, weshalb, warum - das blieb im Dunkeln. Auch weil der Beschuldigte selbst kurzen Prozess machte: „Bitte lassen Sie die Ilona aus dem Spiel“, bat er den Richter. „Sie ist schwer krank. Ich gebe das alles zu.“ Urteil: 800 Euro Strafe.

Foto: Ove Landgraf


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