Kurzfristiger Liquiditätsengpass durch Corona

Deutschland – Es ist der Faktor Zeit, der Unternehmen und Privatpersonen zum Ausbruch der Corona-Pandemie binnen weniger Tage in eine prekäre wirtschaftliche Lage brachte. 

Das Coronavirus sorgt dafür, dass Unternehmer und Privatpersonen im selben Boot sitzen. Nicht wenige haben Existenzängste. Unternehmer sorgen sich um die Liquidität ihres Betriebs, Privatpersonen ums Überleben. Kurzfristig lassen sich diese Engpässe in einem Pfandleihhaus beheben.
Das Coronavirus sorgt dafür, dass Unternehmer und Privatpersonen im selben Boot sitzen. Nicht wenige haben Existenzängste. Unternehmer sorgen sich um die Liquidität ihres Betriebs, Privatpersonen ums Überleben. Kurzfristig lassen sich diese Engpässe in einem Pfandleihhaus beheben.  © pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Auf der anderen Seite wird es voraussichtlich lange dauern bis sich eben diese Schieflage wieder gerade rücken lässt, denn der Schock sitzt tief und so langsam wie sich die Maßnahmen lockern so könnte auch das Konsumverhalten der Menschen wieder zurückkehren. 

Noch warnt Bundeskanzlerin Angela Merkel davor, sich in einer falschen Sicherheit zu wiegen.

Was bleibt ist das, was Privatpersonen und Unternehmen heute mehr eint denn je, denn es mangelt ihnen an Geld. Geld, weil sie als Unternehmen keine Umsätze erzielen können. Geld, weil sie als Privatperson nicht arbeiten gehen können. 

Gefragt sind nun kurzfristige, unbürokratische Lösungen, wie etwa der Dienstleister Pfando bietet. Dort dient das Auto im Sale & Rent Back-Service als Überbrückung. Der Vorteil: Das Auto kann weitergefahren werden. 

Für viele Privatpersonen und Unternehmer ist das eine Option bis die Hilfen des Staates greifen. Langfristig betrachtet haben Privatpersonen vor allem die Chance, auf Kulanz zu hoffen, während Unternehmer Hilfspakete nutzen können.

So können Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen abfedern

Das Bundesfinanzministerium informiert online über die Möglichkeiten, die Unternehmen haben. Allen Betrieben, unabhängig von der Unternehmensgröße, steht die Option offen, Kapital, Bürgschaften und KfW-Kredite aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds zu erhalten. 

Start-ups haben Zugriff auf spezielle Hilfspakete, die auf mehreren Säulen basieren. Zum einen gibt es die Möglichkeit, auf Wagniskapitalinvestoren auf Fondsebene zu setzen. Auch die Europäischen Investitionsfonds sollen Mittel bekommen. Zudem sollen die Möglichkeiten gelockert werden, an Fremdkapital zu kommen. 

Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen können neben der Grundsicherung Soforthilfe beantragen und haben einen erleichterten Zugang zu Krediten. Alle Maßnahmen, die beschlossen wurden, und Gelder, die zur Verfügung stehen, können Unternehmen langfristig wieder auf die Beine helfen – wenn die Liquidität kurzfristig über Pfandleihen wiederhergestellt werden kann.

So können Privatpersonen die wirtschaftlichen Folgen abfedern

Für Privatpersonen, deren wirtschaftliche Lage sich rapide verschlechtert, weil das Beschäftigungsverhältnis gekündigt oder im Unternehmen Kurzarbeit angemeldet wurde, bedeutet das: Das Einkommen reduziert sich schlagartig auf 60 Prozent des Nettogehalts. Für Betroffene mit Kindern liegt die Quote der Ersatzleistung (Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld) bei 67 Prozent. Für Personen mit hohen monatlichen Belastungen können diese Kürzungen immense Einschnitte bedeuten. 

Muss sich eine Privatpersonen in Quarantäne begeben, wird diese Zeit bezahlt wie ein Krankheitsfall – und das gilt sogar für Freiberufler und Selbstständige. Auftragsrückgänge hingegen müssen diese Personengruppen selbstständig abfedern bzw. durch Rücklagen kompensieren. Für Privatpersonen gibt es vor allem einen Ratschlag: zu sprechen. Gespräche müssen hier in alle Richtungen geführt werden, um die wirtschaftlichen Folgen abzufangen.

  • Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber kann bewirken, dass es bezüglich der vereinbarten Wochenarbeitszeit Kulanzregelungen gibt, die verhindern, dass unbezahlter Urlaub das Einkommen auf null setzt. Auch wer im Home-Office arbeitet und gleichzeitig die Kinder betreut, ist auf einen kulanten Arbeitgeber angewiesen, denn die Arbeit kann mit Home Schooling im Ohr nicht ebenso produktiv sein wie in einem ruhigen Büro.
  • Ein Gespräch mit dem Vermieter kann einen Mieterlass bringen, um die Zeit mit den stärksten Einkommenseinbußen durch geringere Kosten zu kompensieren. Darüber hinaus könnten Versicherungen ausgesetzt werden, die beispielsweise dazu dienen, Vermögen oder eine finanzielle Absicherung aufzubauen. Pflichtversicherungen wie beispielsweise die Haftpflichtversicherung, müssen natürlich weiterhin bedient werden. Eine Renten- oder Lebensversicherung könnte hingegen leichter pausiert werden.

Doch auch hier gilt: Alle Maßnahmen, die zur Verfügung stehen, können Privatpersonen langfristig wieder auf die Beine helfen – wenn die Liquidität kurzfristig über Pfandleihen wiederhergestellt werden kann.

Leere Straßen und Plätze sind das Resultat der gesundheitspolitischen Gegenmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die wirtschaftlichen Folgen – nämlich Liquiditätsengpässe – betreffen Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen.
Leere Straßen und Plätze sind das Resultat der gesundheitspolitischen Gegenmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die wirtschaftlichen Folgen – nämlich Liquiditätsengpässe – betreffen Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen.  © pixabay.com © harrydona (CC0 Public Domain)

Ein Sondergutachten beleuchtet die gesamtwirtschaftlichen Lage

Es sind die „gesundheitspolitischen Gegenmaßnahmen“, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus‘ zu verringern, die vor allem für Unternehmen, aber auch für Privatpersonen weitreichende Folgen haben. 

Um die Übertragungsrate des Virus’ so niedrig zu halten, dass das deutsche Gesundheitssystem aus der hohen Anzahl an Erkrankten Genese machen kann, sind nach wie vor soziale Kontakte zu meiden. Bis zur vergangenen Woche waren weite Teile des Handels lahmgelegt. 

Geöffnet waren vor allem die Geschäfte, die Lebensmittel und Hygieneartikel vertrieben.

Dass die Folgen verheerend sein werden, war bereits bekannt, als die Schließung von Einzelhandelsbetrieben, Hotels und Gastronomieeinrichtungen verhängt wurde. 

Zu spüren bekommen diese Folgen einerseits die Unternehmer dieser Betriebe, deren Umsätze sich (bei gleichbleibenden Fixkosten) auf null belaufen. 

Aber auch in größeren Betrieben wurde die Produktion eingestellt, weil es an Material aus dem Ausland fehlte. Die Folge: In vielen Betrieben wurde Kurzarbeit verhängt, was für die Angestellten bedeutet: Sie erhalten gerade einmal 60 bis 67 Prozent ihres Lohnes.

Im Sondergutachten des Sachverständigenrats ist die Rede davon, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nicht nur Deutschland betreffen, sondern die ganze Welt. In dem über 100-seitigen Werk wird es auch ganz konkret – und zwar genau dort, wo es um die wirtschaftspolitischen Maßnahmen geht. Dort sind unter anderem diese Forderungen benannt:

  • „Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen sollten sich an fünf Kriterien orientieren: Gesundheit schützen, klar kommunizieren, Kapazitäten erhalten, Einkommen stabilisieren und die Zeit gut nutzen.
  • Die Politik könnte ihre Kriterien für die gesundheitspolitischen Einschränkungen in einer Normalisierungsstrategie offenlegen, um Erwartungen zu stabilisieren und Unsicherheit zu reduzieren.“

Klar wird im Sondergutachten auch der Anfangsgedanke: In die wirtschaftliche Schieflage schlittern können durch die Pandemie ganz unterschiedliche Personengruppen. Unternehmer, die vom steten Umsatz leben und keine Chance haben, ihre Produkte und Dienstleistungen anderweitig anzubieten, haben keine Chance, Umsatz zu generieren. 

Vor allem Betreiber von Bars und Diskotheken, aber auch Dienstleister wie Friseure zählen zu diesen Gruppen. Auf der Seite der Privatpersonen sind zum einen diejenigen von der wirtschaftlichen Misere betroffen, deren Arbeitgeber Kurzarbeit beantragt haben, oder die aufgrund der eingeschränkten Kinderbetreuungssituation weniger arbeiten können und damit weniger Geld verdienen oder gar unbezahlten Urlaub nehmen müssen, weil durch die lange Zeit der Maßnahme der Urlaubsanspruch zwischenzeitlich versiegt ist.

Titelfoto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)


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