So lief der Chemnitz-Auftakt für Ministerpräsident Kretschmer

Chemnitz - Termin mit Wohlfühlfaktor: Locker-flockig plauderte Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) mit Nichtwählern. Jackett überm Stuhl, Hemdsärmel hochgekrempelt. Die Mädchen und Jungen der Oberschule "Am Flughafen" hatten keine Scheu vor dem "hohen Tier".

Die Flughafen-Schüler konnten dem Ministerpräsident Fragen stellen.
Die Flughafen-Schüler konnten dem Ministerpräsident Fragen stellen.  © Maik Börner

"Der ist ganz normal", so Michelle (12).

Sie trichterte Kretschmer - beobachtet von Dutzenden Medienvertretern - auf charmant-jugendliche Weise ein: "Wir brauchen Tablets."

Die Glasfaserkabel sollen demnächst verlegt und die Hot Spots installiert werden. Ob es für alle Schüler in Sachsen Tablets gibt? "Das entscheidet die neue Landesregierung, die nächstes Jahr gewählt wird", so der MP.

Kretschmer fühlte sich sichtlich wohl unter den Schülern. Die fallen wegen ihres Alters als Wähler 2019 aus. Kein Wahlkampfmodus, keine Rassismus-Keule. Kretschmer wurde persönlich: "Als Christ habe ich an der Oberschule Ausgrenzung erlebt." Bei Veranstaltungen, die FDJlern vorbehalten waren.

39 Prozent der 363 Schüler haben einen Migrationshintergrund. Michelles Plädoyer für kostenlose Tablets hat zwei handfeste Gründe. "Der Schulranzen wäre leichter und die Verständigung mit ausländischen Schülern einfacher." Sprachgesteuerte Übersetzer-Apps laufen längst auf Smartphones & Co.

Für MP Kretschmer ein lockerer Auftakt des Chemnitz-Besuchs, bei dem die Verständigung ganz ohne Hilfe klappte.

Locker-flockig: Mit den Schülern fühlte sich Landesoberhaupt Michael Kretschmer wohl. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD, 2.v.l.) freut's.
Locker-flockig: Mit den Schülern fühlte sich Landesoberhaupt Michael Kretschmer wohl. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD, 2.v.l.) freut's.  © Maik Börner

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