PETA schlägt nach Pferdetod Alarm!

Unter den Augen der Passanten musste Paul abtransportiert werden.
Unter den Augen der Passanten musste Paul abtransportiert werden.

Görlitz/Stuttgart - Am Donnerstag starb ein Pferd während einer Kremserfahrt in Görlitz auf tragische Art und Weise. Jetzt schlägt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Alarm und fordert das Verbot von kommerziellen Pferdekutschen.

Wie es in einer Mitteilung heißt, hat sich die Organisation mit der Verbotsforderung an den Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege gewandt.

Rückblick: Am Donnerstag war Pferd Paul während einer Kremserfahrt tot zusammengebrochen. Gegen 10.35 Uhr fing er plötzlich an zu scheuen. Vermutlich war eine geplatzte Arterie der Grund für den Tod.

"Insbesondere für den Fremdenverkehr müssen die Tiere unter oftmals extremen Wetterbedingungen ein schweres Gewicht ziehen. Das Laufen auf hartem Boden verursacht schmerzhafte Beinprobleme und Scheuklappen behindern ihre Sicht.

Im gefährlichen Stadtverkehr inhalieren die Herdentiere den ganzen Tag Abgase und Rauch. Städte wie New York, London und Paris haben den Einsatz von Pferdekutschen bereits untersagt", heißt es in der Mitteilung.

Im Juli 2014 brach ein Pferd von einer Touristenkutsche in Berlin zusammen.
Im Juli 2014 brach ein Pferd von einer Touristenkutsche in Berlin zusammen.

„Immer wieder brechen Pferde vor Touristenkutschen erschöpft oder tot zusammen. Die Politik muss diese Tierquälerei endlich beenden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V.

„Den vor Fuhrwerken gespannten Tieren wird jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Dazu kommt die Gefährdung der Insassen, wenn die sensiblen Fluchttiere mitten in der Stadt als Besucherattraktion missbraucht werden.“

Laut einer Studie von PETA gab es zuletzt das vierte Jahr in Folge einen Pferdekutschen-Unfallrekord. Zudem wurden 2014 bei mindestens 60 Vorfällen insgesamt 88 Fahrgäste teils schwer verletzt.

"Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen viel Auslauf, gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen.

Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen", heißt es weiter.

Fotos: privat, PETA


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