Polizei unterbindet mit Gewalt Anti-AfD-Proteste in Thüringen

Die Polizei löste ein Sitzblockade auf.
Die Polizei löste ein Sitzblockade auf.  © DPA

Kyffhäuserland - Unter lautstarkem Protest hat in Thüringen das Treffen der rechtsnationalen AfD-Gruppierung "Der Flügel" mit Parteivize Alexander Gauland, Parteichef Jörg Meuthen und dem Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke begonnen.

Einer Polizeisprecherin zufolge nahmen zwischen 550 und 600 Menschen an dem Treffen am Kyffhäuserdenkmal teil.

Rund 60 Gegendemonstranten pfiffen sie bei ihrer Anfahrt mit Trillerpfeifen aus und zeigten Transparente mit Aufschriften wie "Der AfD die Flügel stutzen" und "Rassismus ist keinen Alternative". Die Veranstaltung selbst war nicht öffentlich. Auch die Parteispitzen wollten sich vor Ort zunächst nicht öffentlich äußern.

"Der Flügel" wurde 2015 von Höcke und dem Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, ins Leben gerufen. Er entstand als Reaktion auf die Versuche von Parteigründer Bernd Lucke, die Partei klar nach rechts abzugrenzen.

Anmelderin der Gegendemonstration war die Thüringer Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Sie halte es für notwendig, bei dieser Veranstaltung Gesicht zu zeigen, sagte sie. "Da muss dringend gegengehalten werden" - insbesondere im Jahr der Bundestagswahl.

An dem Treffen nahmen unter anderem die Spitzenfunktionäre (v.l.) Andre Poggenburg (42), Björn Höcke (45), Andreas Kalbitz (44), Alexander Gauland (76), Jörg Meuthen (56), und Ralf Özkara (46) teil.
An dem Treffen nahmen unter anderem die Spitzenfunktionäre (v.l.) Andre Poggenburg (42), Björn Höcke (45), Andreas Kalbitz (44), Alexander Gauland (76), Jörg Meuthen (56), und Ralf Özkara (46) teil.  © DPA

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