Wichtiges Zeichen: Hier wird Guido Cantz ganz ernst

Köln/Düsseldorf - Starkes Zeichen von Moderator Guido Cantz: Bei Instagram erinnert er die jüngere Generation an das Ende eines schrecklichen Verbrechens vor 75 Jahren. Im Zweiten Weltkrieg wurden über sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens getötet. Allein im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wurden systematisch mehr als eine Million Menschen getötet. Sein Posting soll an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau an diesem Montag vor 75 Jahren erinnern.

Moderator Guido Cantz erinnert an den Holocaust und seine Millionen Opfer.
Moderator Guido Cantz erinnert an den Holocaust und seine Millionen Opfer.  © Instagram/Guido Cantz

"Am 27.1.2020 jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau zum 75. mal. In Zeiten von wachsendem Antisemitismus wird mit der Kampagne #WeRemember darauf aufmerksam gemacht und ein Zeichen gesetzt. In stillem Gedenken an die Opfer", schrieb der Moderator zu dem Posting.

Bereits am Sonntag hatte es eine Gedenkstunde im Landtag NRW gegeben.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mahnte in dabei an: "Judenhass, Ausgrenzung und Diskriminierung haben hier keinen Platz! Nicht auf den Straßen, nicht im Internet und nicht auf unseren Schulhöfen – nie wieder!"

Er betonte dazu: "'Nie wieder' muss in jedem unserer Köpfe tief verankert sein, 'nie wieder' muss unser aller Handeln und Entscheiden prägen, 'nie wieder' muss Teil der Staatsräson sein."

Gedenkstunde im NRW-Landtag

Die Enkel des Zeitzeugen und Auschwitz-Überlebenden Gary Wolff, Danielle Wolff (l) und Julian Wolff (r) stehen im Plenarsaal des Landtages am Rednerpult und erzählen die Geschichte ihres Opas.
Die Enkel des Zeitzeugen und Auschwitz-Überlebenden Gary Wolff, Danielle Wolff (l) und Julian Wolff (r) stehen im Plenarsaal des Landtages am Rednerpult und erzählen die Geschichte ihres Opas.  © Federico Gambarini/dpa

75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz haben sich Vertreter von Kirche, Politik und Gesellschaft in NRW besorgt über zunehmende Judenfeindlichkeit und die Diskriminierung von Minderheiten gezeigt.

Die Erfahrung des Holocaust lehre, "dass wir bereits den Anfängen wehren müssen und nie wieder zulassen dürfen, dass in unserer Gesellschaft Minderheiten aufgrund von Religion, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung oder sonstigen Merkmalen diskriminiert werden", hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, Abraham Lehrer, rief dazu auf, vor allem der jungen Generation die Bedeutung des Erinnerns zu vermitteln. "Wenn wir junge Menschen nicht erreichen, dann sind sie für unsere Demokratie verloren."

Laschet nannte es ein "bedeutendes Zeichen", dass Juden, Christen, Muslime, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Landesregierung eine gemeinsame Erklärung zum Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus unterzeichnet hätten.

Am heutigen Montag jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im von Hitler-Deutschland besetzten Polen durch die Rote Armee.

Allein dort brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um. Der Holocaust kostete insgesamt rund sechs Millionen Juden das Leben.

Sie wurden von den Deutschen erschossen und in Gaskammern ermordet oder starben an den Folgen von Hunger, Krankheit und Erschöpfung.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Federico Gambarini/dpa

Titelfoto: Instagram/Guido Cantz

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