Nur für Hartgesottene: Dieser Film ist über 14 Stunden lang!

München - Horror, Musical und Thriller zugleich? Der gewagte Kinofilm "La Flor" aus Argentinien vereint gleich mehrere Genres miteinander. Doch das Beste: Er besitzt eine Laufzeit von 14,5 Stunden!

In "La Flor" geht es heiß her: Vom Thriller bis hin zum Musical ist alles dabei.
In "La Flor" geht es heiß her: Vom Thriller bis hin zum Musical ist alles dabei.  © PR / El Pampero Cine/Grandfilm

Das cineastische Mammutprojekt wird derzeit über drei Tage verteilt auf dem Filmfest München gezeigt.

Am 25. Juli 2019 startet "La Flor" ("Die Blume") allerdings auch ganz regulär in den deutschen Kinos.

Worum geht es in dem Film? Das ist gar nicht so leicht zu sagen, teilweise können oder wollen sogar die Macher selbst keine eindeutige Aussage dazu treffen.

"La Flor" besteht aus sechs verschiedenen Geschichten. Diese werden nur dadurch zusammen gehalten, dass die gleichen vier Schauspielerinnen die Hauptrollen in allen Episoden übernehmen.

Elisa Carricajo, Valeria Correa, Pilar Gamboa und Laura Paredes bilden das fulminant aufspielende Quartett, das von zahlreichen Nebendarstellern unterstützt wird.

Schon der Prolog startet laut Bericht von Filmstarts sehr ungewöhnlich: Er lässt den Regisseur des Films - Mariano Llinás - zu Wort kommen, der näher auf die Filmstruktur eingeht. 10 Jahre lang soll er an seinem Epos gearbeitet haben.

Danach starten die einzelnen Genre-Episoden. Los geht es mit einem klassischen B-Movie, gefolgt von einem Musical und einem Spionagefilm. Weiterhin folgt eine Hommage an einen alten französischen Film und eine Geschichte über Frauen im 19. Jahrhundert, die gerade aus der Versklavung freigelassen wurden.

Die vier Hauptdarstellerinnen des Films.
Die vier Hauptdarstellerinnen des Films.  © PR / El Pampero Cine/Grandfilm

Ein Kapitel widmet sich direkt dem Horror: Zuschauer werden mit glühenden Augen, toten Katzen und einer besessenen Frau konfrontiert, die einen potenziellen Vergewaltiger massakriert.

In der Musical-Episode geht es hingegen romantischer, jedoch nicht weniger intensiv zu: Ein zerstrittenes Schlager-Pärchen muss einen gemeinsamen Song noch einmal neu aufnehmen, weil die getrennten Aufnahmen einfach nicht hingehauen haben.

Was zunächst kitschig und banal klingt, ist in seiner Dekonstruktion der nach und nach aufgedeckten Machtverhältnisse innerhalb der Beziehung tatsächlich sehr überraschend, roh und brutal.

Die letzte Geschichte führt schließlich alle voran gegangenen Kapitel zusammen und bringt sie zu einem Abschluss.

Hinter dem wilden Kino-Mix steckt das argentinische Filmemacher-Kollektiv "El Pampero Cine", das alle Arbeiten an "La Flor" einschließlich Ton und Kamera selbst ausgeführt hat.

Kino-Liebhaber dürfen schon jetzt gespannt sein, in welchen "Stückelungen" der Langzeitfilm jeweils vor Ort gezeigt werden wird. Angesichts der innovativen Genre-Mischung dürfte sich ein Ticket aber durchaus lohnen.

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