Laden-Besitzerin klagt über PEGIDA in der City

Claudia Greifenhahn (48), Geschäftsführerin des „LadenCafe aha“ in der Kreuzstraße.
Claudia Greifenhahn (48), Geschäftsführerin des „LadenCafe aha“ in der Kreuzstraße.

Von Anneke Müller

Dresden - Seit mehr als einem Jahr demonstriert PEGIDA allwöchentlich im Zentrum Dresdens. Claudia Greifenhahn (48), Geschäftsführerin den „LadenCafe aha“ in der Kreuzstraße hat genug davon.

In einem offenen Brief, den sie bei Facebook postete, bittet sie Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44), die Stadt demofrei zu machen. Sie spricht damit vielen Dresdnern aus der Seele.

„Ich hatte ihm den Brief vor zwei Wochen geschickt, doch es kam bislang keine Antwort, da entschloss ich mich ihn zu posten.“

Sie hofft jetzt, dass endlich eine Reaktion aus dem Rathaus kommt und darüber diskutiert wird, wie mit Demonstrationen in Zukunft umgegangen wird.

Die Geschäftsführerin ist besorgt, denn montags abends hat sie keine Kundschaft mehr im Weltladen und im Cafe.

Zudem gilt es, den syrischen Mitarbeiter zu schützen, den sie montags nicht mehr zum Dienst einteilt. „Inständig bitte ich darum, tätig zu werden. Nicht zu verbieten, aber umzulenken. Die Stadt wieder dem verbindenden und nachdenklichen Volk zurück zu geben, das nicht auf Konfrontation sondern auf Kommunikation ausgerichtet ist“, appeliert Claudia Greifenhahn.

Der Anfang des Schreibens. Um den ganzen Brief zu lesen, auf das Bild klicken.
Der Anfang des Schreibens. Um den ganzen Brief zu lesen, auf das Bild klicken.

Fotos: Holm Helis (1), Screenshot Facebook


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