Können die Hessen bald auch sonntags shoppen gehen?

Wiesbaden - Die FDP-Fraktion ist mit einem Gesetzentwurf zur Lockerung des hessischen Ladenöffnungsgesetzes auf breite Ablehnung im Hessischen Landtag gestoßen.

Auch die Frankfurter Skyline Plaza hat sonntags geschlossen.
Auch die Frankfurter Skyline Plaza hat sonntags geschlossen.  © DPA

Sozialminister Kai Klose (Grüne) sagte am Dienstag im Wiesbadener Landtag, der Vorstoß der Liberalen würde die Rechtsunsicherheit vergrößern.

Er werde stattdessen in den nächsten Wochen einen eigenen Gesetzentwurf im Kabinett vorlegen. Das hessische Gesetz läuft Ende des Jahres aus und muss novelliert werden.

Gemeinden ist es derzeit erlaubt, an bis zu vier Sonn- oder Feiertagen im Jahr für einen zeitlich begrenzten Zeitraum von maximal sechs zusammenhängenden Stunden Geschäfte öffnen zu lassen.

Die Freigabe ist an ein Sonderereignis in Form von Märkten, Messen, örtlichen Festen oder ähnlichen Veranstaltungen gekoppelt.

Die Liberalen wollen erreichen, dass das Erfordernis eines Sonderereignisses künftig wegfällt. Ziel sei, damit für mehr Rechtssicherheit für die Kommunen und für eine Belebung der Ortskerne und Stadtzentren zu sorgen.

Die Gegner des Gesetzentwurfes aus anderen Fraktionen führten in der Debatte vor allem den Schutz des Sonntags als arbeitsfreien Tag an.

Von gelockerten Öffnungszeiten könnten vor allen Dingen Ortskerne und Stadtzentren profitieren. (Symbolbild)
Von gelockerten Öffnungszeiten könnten vor allen Dingen Ortskerne und Stadtzentren profitieren. (Symbolbild)  © DPA

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