Fachkräftemangel! Länderbahn sucht neue Lokführer in Serbien

Dresden - Im Kampf gegen Fachkräftemangel schlägt die Länderbahn neue Gleise ein: Künftig sollen auch Lokführer aus Serbien Züge durchs Dreiländereck steuern. Auch das Balkan-Land soll davon profitieren.

Länderbahn-Chef Wolfgang Pollety (50, r.) und Zlatko Radosavljevic, Chef der Technischen Eisenbahnschule Serbien, beschlossen die künftige Zusammenarbeit.
Länderbahn-Chef Wolfgang Pollety (50, r.) und Zlatko Radosavljevic, Chef der Technischen Eisenbahnschule Serbien, beschlossen die künftige Zusammenarbeit.  © Länderbahn

In Sachsen arbeiten über 100 Lokführer bei der Länderbahn.

Doch ist es zunehmend schwerer geworden, guten Nachwuchs für den Trilex im Dreiländereck und die Vogtlandbahn zu finden. Ändern soll das jetzt eine Zusammenarbeit mit Serbien.

Diese dient der Ausbildung von Fachpersonal für das Eisenbahnwesen in beiden Ländern. „Die Vereinbarung bildet den Grundpfeiler für eine langfristige Zusammenarbeit, die beiden Seiten von klarem Nutzen sein wird“, sagt Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety (50).

So werden serbische Studenten während ihrer Ausbildung grenzüberschreitende Praktika auch in sächsischen Zügen machen, dazu die deutsche Sprache lernen.

Nach Abschluss soll ein Teil der Absolventen dann als Lokführer bei der Länderbahn arbeiten. "Schließlich kehren nach einigen Jahren gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter nach Serbien zurück, bereichern die serbische Wirtschaft und können den personellen Grundstock für die eingeleitete Modernisierung der Serbischen Eisenbahn bilden", sagt Pollety. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der größten serbischen Fachschule für Eisenbahnwesen wurde in Belgrad unterzeichnet.

Natürlich werden auch Deutsche weiterhin ausgebildet.

In der Vogtlandbahn und dem Trilex sollen künftig auch serbische Lokführer eingesetzt werden.
In der Vogtlandbahn und dem Trilex sollen künftig auch serbische Lokführer eingesetzt werden.  © Thomas Türpe

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