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Können Migranten verhindern, dass Flüchtlinge gewalttätig werden?

"Demokratie in Vielfalt": Lamsa berät Migranten aus Sachsen-Anhalt bei Konflikten

Andere Religionen, andere Werte - Konflikte sind fast automatisch vorprogrammiert. Demokratieberater wollen da schlichten.
Die ehrenamtliche Demokratieberaterin Mika Kaiyama (r.) und Mamad Mohamad, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa).
Die ehrenamtliche Demokratieberaterin Mika Kaiyama (r.) und Mamad Mohamad, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa).

Halle (Saale) - "Es ist schon oft eine große Herausforderung, alle an einen Tisch zu bekommen", sagt Mika Kaiyama. Sie ist eine von zahlreichen ehrenamtlichen Demokratieberatern in Sachsen-Anhalt.

Migranten, die anderen Migranten bei Konflikten vermittelnd zur Seite stehen. Antisemitismus spiele eine Rolle, aber auch Diskriminierung oder antidemokratisches Denken, sagt Kaiyama. In den Beratungen gehe es daher immer wieder um Begriffe wie Toleranz und Demokratie. Oft reiche ein einzelnes Treffen nicht, um die Probleme zu lösen.

"Demokratie in Vielfalt" heißt das Projekt, das Kaiyama zugleich leitet. Im vergangenen Jahr waren die Demokratieberater mit 37 Fällen aus dem ganzen Land beschäftigt, trafen sich dafür zu rund 400 Sitzungen. An jedem Konflikt seien etwa vier bis fünf Menschen beteiligt gewesen, berichtet Kaiyama.

Viele Migranten seien nicht auf Provokationen vorbereitet, sagt Mamad Mohamad nachdenklich. Er ist Geschäftsführer des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa), das das Demokratieberater-Projekt 2015 ins Leben gerufen hat. Es sei sein "Herzprojekt", sagt Mohamad.

"Konflikte sind oft ein Resultat des neuen Zusammenlebens." Jeder Mensch bringe andere Werte aus seiner Heimat mit, erklärt der Geschäftsführer. Diese prallten teils katastrophal aufeinander. Die Migranten wollen deshalb anderen Migranten helfen.

In der ersten Projektphase seien 14 ehrenamtliche Demokratieberater aus Ländern wie Burkina Faso, Syrien oder Russland ausgebildet worden, sagt Kaiyama. Kommt es unter den zu Lamsa gehörenden 64 Migrantenorganisationen und 15 Einzelpersonen zu Auseinandersetzungen, werden sie tätig.

Susi Möbbeck (SPD), Integrationsbeauftragte Sachsen-Anhalts, weiß, dass Integration ein langer Prozess ist.
Susi Möbbeck (SPD), Integrationsbeauftragte Sachsen-Anhalts, weiß, dass Integration ein langer Prozess ist.

"Wenn es Konflikte gibt, wird es oft sehr schnell emotional", sagt Mohamad. Ein Streit schaukle sich schnell hoch. Eine einfache Lösung gebe es oft nicht.

Das Demokratie-Team versuche daher, die Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, die angestauten Gefühle zu klären. "Es geht darum, die Probleme zu erfassen, alles zu sortieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten", sagt der gebürtige Syrer weiter.

Einer dieser Konflikte spitzte sich erst jüngst zu. Auf einer umstrittenen Demonstration am 16. Dezember des vergangenen Jahres in Halle riefen Teilnehmer der palästinischen Gemeinschaft antisemitische Parolen. Die Demokratieberater nahmen sich dem Fall an. Die damalige Wortführerin - Mitglied des Lamsa - entschuldigte sich später öffentlich für ihre Äußerungen.

"Integration funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern ist ein Prozess, der sich vom Ankommen bis zum Heimischwerden erstrecken kann", erklärt die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Susi Möbbeck (SPD). Das Lamsa lebe interkulturelle Vielfalt. Dort würden etwa internationale Studenten, Asylsuchende, Spätaussiedlicher und EU-Bürgern aufeinandertreffen. Der Mix berge Konfliktpotenzial, denen das Projekt "Demokratie in Vielfalt" begegne.

Auch andere Initiativen in Sachsen-Anhalt fördern die Integration. Dazu gehört nach Angaben des Integrationsministeriums unter anderem das Projekt "Sprachmittlung in Sachsen-Anhalt" - eine Telefonhotline, die bei Kommunikationsproblemen hilft. Das Projekt "Engagierte Nachbarschaft" unterstützt Vereine und Privatleute, die sich für Geflüchtete und Zugewanderte einsetzen.

Das Projekt "Demokratie in Vielfalt" wird vom Bundesinnenministerium gefördert. Es ist Teil des Programms "Zusammenhalt durch Teilhabe", an dem auch das Land beteiligt ist. Kaiyama schätzt, dass die Nachfrage nach Demokratieberatungen in den kommenden Jahren steigen wird.

Fotos: DPA

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