Thüringer Landesforstanstalt zum ersten Mal seit Gründung mit deutlichen Verlusten

Erfurt - Die Thüringer Landesforstanstalt hat ein Geschäftsjahr erstmals seit ihrer Gründung mit einem Verlust abgeschlossen.

Der Forst musste auch für die Beseitigung von Waldschäden deutlich mehr Geld als geplant ausgeben.
Der Forst musste auch für die Beseitigung von Waldschäden deutlich mehr Geld als geplant ausgeben.  © DPA

Unter dem Strich machte das halbstaatliche Unternehmen im vergangenen Jahr etwa 8,2 Millionen Euro Minus, wie aus dem Geschäftsbericht 2018 hervorgeht.

Nach Angaben von Forstministerin Birgit Keller (Linke) hat dieser Verlust maßgeblich mit Sonderabschreibungen auf Waldflächen zu tun, die in Zukunft nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen.

Diese Abschreibungen haben laut Geschäftsbericht eine Höhe von etwa 5,6 Millionen Euro. Zudem hätten aber auch Waldschäden durch Stürme und Borkenkäferbefall das Geschäft des Forsts maßgeblich geprägt, heißt es.

2017 hatte der Forst noch einen Gewinn von etwa 3,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Das war eine Steigerung des Überschusses im Vergleich zu 2016 gewesen. Damals hatte er bei etwa 840.000 Euro gelegen.

Der Forst war zum 1. Januar 2012 aus der Landesverwaltung ausgegliedert und als "ThüringenForst" zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts gemacht worden, die dem Freistaat gehört. Seitdem hatte der Landesforst pro Jahr stets einen zumindest kleinen Jahresüberschuss erzielt.

Für die Beseitigung von Waldschäden in Folge von Stürmen und Borkenkäferbefall musste der Forst laut Geschäftsbericht 2018 deutlich mehr Geld ausgeben als geplant. Statt der vorgesehenen 22,6 Millionen waren es 28,6 Millionen Euro.

Titelfoto: DPA

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