Sexueller Missbrauch einer Zehnjährigen: Wird 60-Jähriger zu unrecht beschuldigt?

Frankfurt - Im Prozess gegen einen Förderschullehrer wegen sexuellen Missbrauchs einer zehnjährigen Schülerin wird am heutigen Freitag vor dem Landgericht Frankfurt das Urteil erwartet.

Im Prozess vor dem Landgericht Frankfurt wird am Freitag ein Urteil erwartet.
Im Prozess vor dem Landgericht Frankfurt wird am Freitag ein Urteil erwartet.  © dpa/Fredrik von Erichsen

Der 60 Jahre alte Pädagoge soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Er selbst bestreitet energisch die Vorwürfe, in drei Fällen gegen das lernschwache und deshalb auf Einzelunterricht angewiesene Mädchen sexuell übergriffig geworden zu sein.

In einem ersten Prozess war er zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte diese Entscheidung jedoch kassiert.

Im zweiten Prozess war deshalb eine weitere Sachverständige wegen der Glaubwürdigkeit der Belastungszeugin hinzugezogen worden.

Diese äußerte im zweiten Prozess schließlich Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Mädchens, bei dem eine "Suggestion nicht auszuschließen" sei (TAG24 berichtete).

Lehrer freigesprochen

Update, 14.10 Uhr: Mit einem Freispruch ist der Frankfurter Missbrauch-Prozess gegen einen Lehrer zu Ende gegangen.

Das Landgericht entschied am Freitag zugunsten des 60 Jahre alten Angeklagten aus dem Main-Taunus-Kreis, da die Aussage der heute 13-jährigen Schülerin nicht in erforderlicher Weise "konsistent" gewesen sei.

Zuvor hatte bereits eine Sachverständige Zweifel an der Glaubwürdigkeit der unter einer Lernschwäche leidenden Schülerin geäußert.

Im ersten Prozess waren die Aussagen des Mädchens als glaubwürdig eingeschätzt worden (Symbolbild).
Im ersten Prozess waren die Aussagen des Mädchens als glaubwürdig eingeschätzt worden (Symbolbild).  © 123Rf/choreograph

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen

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