Nach Sieg vor Gericht: "König von Deutschland" kommt frei

Halle (Saale)/Lutherstadt Wittenberg - Erst errang er vor dem Bundesgerichtshof einen Sieg, jetzt kann er das Gefängnis verlassen. Der selbsternannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, kommt vorläufig frei.

Peter Fitzek kommt vorläufig frei. Die 13. Strafkammer des Landgerichts Halle (Saale) hob den Untersuchungshaftbefehl gegen ihn auf. (Archivbild)
Peter Fitzek kommt vorläufig frei. Die 13. Strafkammer des Landgerichts Halle (Saale) hob den Untersuchungshaftbefehl gegen ihn auf. (Archivbild)  © DPA

Wie das Landgericht Halle (Saale) am Montag mitteilte, hob die 13. Strafkammer den Untersuchungshaftbefehl gegen Fitzek auf.

Der Grund: Angesichts der Dauer des bisherigen Verfahrens und der zu erwartenden Dauer der neuen Hauptverhandlung sei eine Fortsetzung der Untersuchungshaft unverhältnismäßig, so das Gericht.

Fitzek war am 15. März vergangenen Jahres wegen Untreue in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Betreiben von Bankgeschäften schuldig gesprochen worden. Die 13. Strafkammer hatte den "König von Deutschland" aus Wittenberg zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Fitzek wehrte sich vor dem Bundesgerichtshof (BGH) dagegen und erhielt Recht. Der BGH hob das Urteil auf und verwies den Fall zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts Halle (TAG24 berichtete). Diese muss den Fall nun komplett neu verhandeln. Termine hierfür stehen nach eigenen Angaben noch nicht fest.

Obwohl er es selbst bestreitet, wird Fitzek der "Reichsbürgerbewegung" zugerechnet. Im September 2012 hatte er vor Anhängern auf einem Areal in Wittenberg das "Königreich Deutschland" ausgerufen und sich zum "Obersten Souverän" einsetzen lassen. Das Königreich ist mittlerweile abgewickelt worden. Die verbliebenen Bewohner wurden von den Behörden vor die Tür gesetzt (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


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