Mutter schafft Tochter (11) ins Ausland, wo sie jahrelang eingesperrt und misshandelt wird

Bei der befreundeten Familie in Bosnien und Herzegowina begann für die damals Elfjährige ein Martyrium. (Symbolbild)
Bei der befreundeten Familie in Bosnien und Herzegowina begann für die damals Elfjährige ein Martyrium. (Symbolbild)  © DPA

Halle (Saale) - Die Tat: grausam. Das Urteil: endlich rechtskräftig. Weil sie ihre Tochter ins Ausland schaffte und dort misshandeln ließ, muss eine 61-Jährige ins Gefängnis.

Der Anklage zufolge hatte die Frau aus Naumburg ihre damals elfjährige Tochter im Sommer 2004 nach Bosnien und Herzegowina gebracht.

Dort kam das Mädchen bei einer befreundeten Familie unter. Es begann ein jahreslanges Martyrium. Zwischen 2004 und 2012 wurde das Mädchen eingesperrt, körperlich misshandelt und vernachlässigt.

Dadurch trug die heute 24-Jährige massive intellektuelle, körperliche und psychische Schäden davon.

Die 5. Strafkammer des Landgerichts Halle hatte die Schuld der 61-Jährigen als erwiesen angesehen. Die Richter verurteilten sie im April vergangenen Jahres zu 4 Jahren und sechs Monaten Haft.

Gegen eine im Jahr 2016 ausgesprochene Verurteilung zu sechs Jahren Haft hatte die Angeklagte beim Bundesgerichtshof (BGH) erfolgreich Revision eingelegt. Die Revision gegen das jüngste Urteil des Landgerichts Halle verwarf der BGH dagegen. Damit ist es rechtskräftig.

Titelfoto: DPA


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