Behinderte Frau stirbt an inneren Blutungen: Haben eigene Eltern tatenlos zugesehen?

Limburg - Im Limburger Totschlag-Prozess gegen die Eltern einer kranken und behinderten 21-Jährigen wird ein weiterer Sachverständiger gehört.

Die 21-Jährige starb wohl an inneren Blutungen (Symbolbild).
Die 21-Jährige starb wohl an inneren Blutungen (Symbolbild).  © 123RF

Ein Arzt für Diabetologie solle beauftragt werden, ein Gutachten anzufertigen, berichtete ein Sprecher des Landgerichts Limburg am Montag.

Der Prozess werde daher nicht wie zunächst geplant bis Ende Mai laufen, sondern sich voraussichtlich bis in den Sommer ziehen. Die Eltern der jungen Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis stehen seit Februar wegen Totschlags durch Unterlassen vor Gericht.

Die Schwester ist wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Die Familie soll keinen Notarzt gerufen haben, obwohl es der 21-Jährigen wenige Tage vor ihrem Tod im Oktober 2016 zusehends schlechter ging.

Der Anklage zufolge war die junge Frau mit einer Behinderung auf die Welt gekommen und litt an verschiedenen Krankheiten, darunter Diabetes. Das Opfer starb demnach an inneren Blutungen.

Die Eltern hatte zu Beginn des Prozesses die Vorwürfe zurückgewiesen: Hätten sie den lebensbedrohlichen Zustand ihrer Tochter erkannt, hätten sie Hilfe geholt.

Der Prozess findet am Landgericht in Limburg statt (Symbolbild).
Der Prozess findet am Landgericht in Limburg statt (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: 123RF

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