Verweste Babyleiche in Plastiktüte entdeckt: Überraschendes Urteil gegen Mutter

Limburg - Nach dem Fund einer verwesten Babyleiche in einer Plastiktüte ist die Mutter vom Tatvorwurf der versuchten Kindstötung freigesprochen worden.

Die heute 34-jährige Frau wurde am Montag freigesprochen (Symbolbild).
Die heute 34-jährige Frau wurde am Montag freigesprochen (Symbolbild).  © dpa/Fredrik von Erichsen

Das teilte das Landgericht Limburg am Montag mit.

Der heute 34-Jährigen war vorgeworfen worden, die Schwangerschaft zunächst verheimlicht und bei der anschließenden Wassergeburt den Tod des Kindes zumindest billigend in Kauf genommen zu haben, indem sie das Baby bewusst ins Wasser gleiten ließ.

Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Kind bereits tot zur Welt kam, lautete die Anklage auf versuchten Totschlag (Aktenzeichen: 3 Js 4580/18 -2 Ks). Die Angeklagte habe am Montag ausgesagt, dass der Säugling bereits tot zur Welt gekommen sei, teilte das Gericht weiter mit.

Dies habe nicht widerlegt werden können. Die Schwurgerichtskammer stellte demnach zudem fest, dass die Frau zum Zeitpunkt ihrer Vernehmung, bei der sie eine mehrdeutige Aussage gemacht habe, gar nicht vernehmungsfähig gewesen sei. Grund dafür war, dass sie vor der Vernehmung ein bewusstseinsbeeinträchtigendes Medikament eingenommen hatte.

Die Leiche des im Oktober 2015 geborenen Kindes war Anfang 2018 beim Entrümpeln eines Kellers entdeckt worden. Sie steckte in einer Plastiktüte, die sich wiederum in einem Rucksack befand.

Am Montag gab das Landgericht in Limburg das Urteil bekannt (Symbolbild).
Am Montag gab das Landgericht in Limburg das Urteil bekannt (Symbolbild).  © dpa/Fredrik von Erichsen

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen

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