Mord an Schülerin Susanna: Neue Details zum Tod der 14-Jährigen

Wiesbaden - Um den Hals der getöteten Susanna aus Mainz war der Ärmel einer Strickjacke geknotet.

Fotomontage: Ali Bashar war im Juni 2018 aus dem Nordirak nach Deutschland zurückgebracht worden.
Fotomontage: Ali Bashar war im Juni 2018 aus dem Nordirak nach Deutschland zurückgebracht worden.  © DPA

Das berichtete eine Rechtsmedizinerin am Freitag vor dem Landgericht Wiesbaden im Mordprozess gegen Ali Bashar. Der Strickjackenstoff habe sehr eng um den Hals gelegen.

Offen blieb zunächst die Frage, ob das Mädchen womöglich mit dem Ärmel erdrosselt wurde, oder ob die Jacke erst nach der Tat um den Hals geknotet wurde - etwa, um die Leiche zu transportieren.

Der 22-jährige Ali Bashar steht seit 12. März vor Gericht, weil er Susanna vergewaltigt und ermordet haben soll. Der irakische Flüchtling hatte gestanden, das Mädchen im Mai 2018 in Wiesbaden-Erbenheim getötet zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll er sie dazu von hinten in einen Würgegriff genommen haben. Die Leiche war zwei Wochen später in einem Erdloch gefunden worden.

Die Vergewaltigung bestreitet Ali Bashar. Er sagte vor Gericht, in der Tatnacht einvernehmlichen Sex mit Susanna gehabt zu haben. Die Rechtsmedizinerin erläuterte, an dem toten Mädchen hätten keine Spermaspuren nachgewiesen werden können.

Dies könne daran liegen, dass es eine längere Zeitspanne gab zwischen dem Tod von Susanna und dem Fund der Leiche. Die Liegezeit wirkt sich nach den Worten der Expertin auch auf andere Spuren aus.

Dazu zählen minimale Einblutungen am Kopf, die Hinweise für Würgeangriffe sind. Diese Spuren seien dann schwieriger oder nicht mehr zu erkennen.

Titelfoto: DPA

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