Mord an Susanna: Hat Ali Bashar auf der Flucht einen weiteren Menschen getötet?

Wiesbaden - Der Prozess gegen den Mörder der 14-jährigen Schülerin Susanna aus Mainz, Ali Bashar, läuft derzeit auf Hochtouren. Ein Zeuge und Mittäter in einem weiteren Prozess gegen Bashar, offenbarte nun ein weiteres grausames Detail.

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Am Donnerstag betrat Mansoor Q., ein 14-Jähriger der zusammen mit dem irakischen Flüchtling eine Elfjährige vergewaltigt haben soll, den Zeugenstand. Er wirkte laut Informationen der Bild-Zeitung verstört, mied den Blickkontakt mit Bashar.

Daraufhin musste der 22-Jährige den Gerichtssaal verlassen, verfolgte die Vernehmung des 14-Jährigen per Videoschalte aus einem Nebenraum. Dieser offenbarte im Verlauf der Befragung Details zum Mord an Susanna.

So habe ihr Mörder im Vorfeld gegenüber Q. offenbart: "Wenn sie nicht mit mir schläft, bringe ich sie um!". Susanna beschrieb der 14-Jährige als "sehr gutes, starkes, nettes Mädchen". Ganz beiläufig folgt dann eine schockierende Aussage, die Bashar nach seiner Rückführung nach Deutschland gegenüber Q. gemacht haben soll.

"Ali hatte mir erzählt, dass er auf seiner Flucht nach Frankreich auch dort jemanden umgebracht hätte", so der 14-Jährige im Verlauf seiner Aussage. Doch wie die Bild weiter berichtet, sei man von Seiten des Gerichts nicht weiter darauf eingegangen.

Nach der Zeugenaussage bestätigte Q.'s Anwalt, dass diese Information bereits vor dem Prozess bekannt war, die Ermittlungen jedoch keinerlei Anhaltspunkte ergeben hätten.

Der irakische Flüchtling Ali Bashar hatte vor Gericht zugegeben, die 14-jährige Susanna in der Nacht zum 23. Mai 2018 getötet zu haben. Den Vorwurf der Vergewaltigung wies er zurück.

Titelfoto: DPA

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