Gesamtschaden von 68.000 Euro! Betrüger führt alle an der Nase herum

Großpostwitz - Die Polizei hat einem Betrüger im Landkreis Bautzen nun wohl endgültig das Handwerk gelegt. Der 41-Jährige befindet sich seit dem 23. Januar 2019 in Untersuchungshaft.

Eine Reise ins sonnige Ägypten ließ sich der angeblich todkranke Mann finanzieren.
Eine Reise ins sonnige Ägypten ließ sich der angeblich todkranke Mann finanzieren.  © 123RF (Symbolbild)

65 Strafanzeigen, 45 Straftaten und ein Gesamtvermögensschaden von 68.000 Euro gehen auf die Bilanz des Kriminellen. Laut Polizei musste der Mann im März 2016 zum ersten Mal ins Gefängnis.

Ein Jahr wanderte der Betrüger wegen des Missbrauchs von Titeln und Urkundenfälschung in den Knast.

Auch danach trat er jedoch wieder negativ in Erscheinung, verlieh sich selbst einen Doktortitel und trat öffentlich als Arzt in Erscheinung.

Mit erfundenen Diagnosen ließ sich der Mann wiederholt in Kliniken einweisen. Querschnittslähmung, Speiseröhrenkrebs, Dyspnoe, eine bösartige Neubildung an der Harnblase, und Krebs im Endstadium täuschte der Mann vor.

Wiederholt beantragte der Kriminelle die Aufnahme in Pflegeeinrichtungen, obwohl weder Notwendigkeit für Behandlung noch für Pflege bestand.

Mit Lügengeschichten und selbst gebastelten Einweisungsscheinen führte der Betrüger die Öffentlichkeit an der Nase herum.

Diverse Krankenhausaufenthalte erschlich sich der 41-Jährige.
Diverse Krankenhausaufenthalte erschlich sich der 41-Jährige.  © 123RF (Symbolbild)

Gleichzeitig orderte er Waren und Dienstleistungen ohne zu bezahlen. Wein, Buffets und technische Geräte wurden bestellt.

Zudem ließ sich der Mann die Wohnung reparieren. Dass er dabei Schaden bei den Dienstleistern anrichtete, war dem Täter egal.

Auch eine Reise nach Ägypten erschlich sich der Mann im März und Juni 2018 mit der Ausrede, dass er sterbenskrank wäre. Mehrere Wochen verbrachte er im Urlaubsparadies in der Sonne und bezahlte die Rechnungen nicht.

Wegen einer schier endlos langen Liste von gewerbsmäßigen Betrug und dem Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen, muss sich sich der Mann verantworten und ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft geworden.

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