Schleuser gestoppt und in Haft: Zwölf Iraker in Laderaum eines Transporters

Waldmünchen - Die Bundespolizei hat eine Schleuserfahrt mit zwölf Irakern gestoppt. Der türkische Kleintransporter sei bereits am Samstag von Tschechien nach Deutschland eingereist. Dies teilte die Bundespolizei am Montag mit.

Die Bundespolizei konnte eine Schleuserfahrt in Bayern stoppen. (Symbolbild)
Die Bundespolizei konnte eine Schleuserfahrt in Bayern stoppen. (Symbolbild)  © DPA

Bei einer Kontrolle im Landkreis Cham in Bayern entdeckten die Beamten sieben Männer, drei Frauen und darüber hinaus zwei Jugendliche im Laderaum.

Der 47 Jahre alte Fahrer gab bei der Vernehmung an, er sei in Istanbul als Schleuser angeheuert worden und sollte pro Person 1000 Euro erhalten. Die Geschleusten zahlten laut Ermittlungen der Beamten bis zu 12.000 US-Dollar pro Person.

Die Türen zum Laderaum seien mit unbeschädigten Plomben des türkischen Zolls versiegelt gewesen. Die Türen hätten sich aber ohne Beschädigung der Plomben öffnen lassen, teilte die Bundespolizei mit.

Alle zwölf Iraker hätten Schutzersuchen in Deutschland gestellt.

Die zehn Erwachsenen kamen in ein Erstaufnahmelager in Regensburg, die beiden Jugendlichen in eine Jugendhilfeeinrichtung in der Oberpfalz, der Fahrer in Untersuchungshaft.

Im Landkreis Cham in Bayern wurden zwölf Iraker von der Bundespolizei in einem Transporter entdeckt.
Im Landkreis Cham in Bayern wurden zwölf Iraker von der Bundespolizei in einem Transporter entdeckt.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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