Auch nach dem Regen stehen diese Orte noch immer unter Wasser

In Harsleben standen einige Straßen auch am Freitagmorgen noch unter Wasser.
In Harsleben standen einige Straßen auch am Freitagmorgen noch unter Wasser.  © Matthias Strauss

Landkreis Harz - Aufatmen im Harz: Nach tagelangem Dauerregen und dem Kampf gegen das Hochwasser entspannt sich die Lage entlang der Flüsse wieder. Doch manches steht immer noch unter Wasser...

Noch am Donnerstagabend bewachten die Feuerwehren mehrere Bereiche und Notdeiche in den betroffenen Gebieten.

In Harsleben bei Halberstadt war der sonst so ruhige Goldbach, ein Zufluss der Bode, über die Ufer getreten. Dort hielten einsatzbereite Kameraden der Feuerwehren die ganze Nacht über Wache, um notfalls noch einmal reagieren zu können.

Auch im Halberstädter Ortsteil Langenstein war die Feuerwehr am Donnerstagabend noch in Alarmbereitschaft. Am Mittwoch war in dem Ort eine Staumauer gebrochen.

Ein durchgeweichter Hang und die angrenzenden Häuser wurden von den Kameraden der Feuerwehr die ganze Nacht über bewacht. Obwohl immer noch etwas Wasser durch die Deiche sickert, bezeichnete der Einsatzleiter in Langenstein die Lage als entspannt.

Am Freitagmorgen begutachteten die Harslebener die Hochwasserschäden. Auf dem Weg zu ihren Häusern mussten sie noch immer durch knietiefes Wasser waten. Ein Einwohner berichtete, dass sein Haus in den letzten Tagen fast einen halben Meter unter Wasser gestanden habe. In seinen 40 Jahren in dem Ort sei es noch nie so schlimm gewesen. Die Helfer versuchen jetzt, den Ort wieder trockenzulegen.

Nach Angaben des Hochwasservorhersagezentrums (HVZ) sinken die Wasserstände der Flüsse Bode, Ilse und Holtemme. Am Pegel "Mahndorf" bei Halberstadt war das Wasser der Holtemme am Freitagmorgen auf knapp unter einen Meter zurückgegangen. Damit gilt dort nur noch Alarmstufe 1.

In den vergangenen Tagen hatten die Behörden dort die zweithöchste Alarmstufe (3 von 4) ausgerufen (TAG24 berichtete).

Die Einwohner von Harsleben versuchten am Freitagmorgen, zurück in zu kommen.
Die Einwohner von Harsleben versuchten am Freitagmorgen, zurück in zu kommen.  © Matthias Strauss
Noch in der Nacht hatte die Feuerwehr die provisorisch errichteten Deiche bewacht, um ein noch größeres Chaos zu verhindern.
Noch in der Nacht hatte die Feuerwehr die provisorisch errichteten Deiche bewacht, um ein noch größeres Chaos zu verhindern.  © Matthias Strauss

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