Nach Gewalt in Wurzen: Landrat fordert von Innenminister ein echtes Polizeirevier

Der Landrat des Landkreises Leipzig fordert von Innenminister Roland Wöller, wieder ein Polizeirevier in Wurzen einzurichten.
Der Landrat des Landkreises Leipzig fordert von Innenminister Roland Wöller, wieder ein Polizeirevier in Wurzen einzurichten.  © Frank Schmidt, Steffen Füssel

Wurzen - Nach der blutigen Auseinandersetzung zwischen Einheimischen und Ausländern Mitte Januar in Wurzen fordert der Landrat des Kreises Leipzig, Henry Graichen (41, CDU), mehr Polizeipräsenz.

In einem Schreiben an Innenminister Roland Wöller (47, CDU) verlangte er die Wiedereinrichtung eines Polizeireviers mit einem Leiter als Ansprechpartner für die Menschen, wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte.

Das Revier war im Zuge einer Strukturreform im Jahr 2011 in einen Polizeistandort umgewandelt worden. Das sei in der Stadt schon damals auf Unverständnis gestoßen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Asylbewerbern am 12. und 13. Januar waren mehrere Menschen unter anderem durch Messerstiche verletzt worden (TAG24 berichtete). Die Ermittlungen dauern laut Landeskriminalamt in Dresden noch an.

Die Ereignisse seien der Gipfel einer Summe von Vorkommnissen zwischen Asylbewerbern, unbegleiteten Minderjährigen und Deutschen gewesen, erklärte Graichen.

Die Grünen-Fraktion im sächsischen Landtag unterstützt die die Forderung des Landrates. "Die Menschen in Sachsen dürfen erwarten, dass ein Polizeirevier in ihrer Nähe rund um die Uhr besetzt ist und die Polizei innerhalb von 20 Minuten vor Ort ist, wenn man sie ruft", teilte der innenpolitische Sprecher Valentin Lippmann mit.

Titelfoto: Frank Schmidt, Steffen Füssel


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