Asylbewerber soll abgeschoben werden, dann eskaliert die Situation!

Landshut - Im Landratsamt Landshut hat heute mittag ein Asylbewerber drei Polizisten angegriffen. Er sollte abgeschoben werden. Bei der Festnahme eskalierte die Situation.

Ein Asylbewerber entriß einem Polizisten die Dienstwaffe und zielte auf ihn. Zum Glück löste sich kein Schuss.
Ein Asylbewerber entriß einem Polizisten die Dienstwaffe und zielte auf ihn. Zum Glück löste sich kein Schuss.  © 123RF Sy

Dem 30-jährige Nigerianer gelang es, einem Beamten die Dienstwaffe aus dem Holster zu entreißen und zielte damit anschließend auf den Polizisten. Vergeblich versuchte er einen Schuss abzusetzen. Bei einem weiteren Versuch auf einen anderen Beamten zu schießen, gelang es dessen Kollegen, dem Mann die Waffe zu entreißen.

Als die Polizisten den Nigerianer dann erneut festnehmen wollen, stieß der Tatverdächtige mit einem spitzen Gegenstand auf einen der Polizisten ein und verletzte ihn dabei. Ein weiterer Beamte wurde im Laufe des Vorfalls ebenfalls leicht verletzt, wie die Polizei berichtete.

Erst durch den gezielten Einsatz von Pfefferspray durch die Beamten konnte der Asylbewerber letztendlich überwältigt werden.

Nach der Festnahme klagte er über Schmerzen und wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht. Laut Polizei ergaben die dort durchgeführten ärztlichen Untersuchen keine Hinweise auf Verletzungen. Die drei in den Vorfall verwickelten Beamten sind derzeit nicht mehr dienstfähig.

Gegen den Nigerianer wird nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Bis dahin befindet er sich in Polizeigewahrsam.

Titelfoto: 123RF Symbolbild


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